17. Jul 2026
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Business
Journalist: Armin Fuhrer
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Foto: Presse, Getty Images/unsplash
Viele Anleger suchen Alternativen zu kapitalmarktgebundenen Produkten, die häufig undurchsichtig und durch hohe Vertriebskosten belastet sind. Über Sachwerte außerhalb klassischer Bankprodukte – etwa PV-Anlagen, Tiny Houses oder Mieterstrommodelle – lässt sich direkt in greifbare Vermögenswerte investieren.

Oliver Naujoks, Mitgründer der Asset-Boutique WealthOffice
„Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, die Produkte schlank zu halten: Wir prüfen direkt bei den Asset-Anbietern und begleiten ohne komplexe Zwischenketten wie z. B. Drittvertriebe, welche die Einstiegskosten für Investoren in die Höhe treiben“, sagt Oliver Naujoks, Mitgründer der Asset-Boutique WealthOffice.
Herr Naujoks, worauf sollten Investoren bei der Prüfung solcher Sachwert-Beteiligungen achten? Gerade weil dieser Bereich pauschal als unreguliert gilt, ist eine sorgfältige Prüfung unerlässlich. Das beginnt bei der Person des Gründers und dessen spezifischem Track Record. Im Bereich Tiny Houses beispielsweise ist touristische Expertise zwingend erforderlich, da die Rendite nicht nur am Standort, sondern an einem professionellen Management hängt. Zudem müssen die Qualität des Assets, die Kostenstrukturen und die steuerliche Einordnung kritisch hinterfragt werden. Ziel unserer Beratung ist es, dem Investor eine mündige Entscheidung zu ermöglichen, bei der auch Risiken klar benannt werden. Ein entscheidender Indikator für die Qualität ist dabei, ob die Initiatoren selbst in ihre Produkte investieren.
Wie bewerten Sie die Rolle von Sachwerten in der aktuellen Marktphase? Investments, die auf Megatrends wie z. B. der Energiewende oder Inlandstourismus basieren und gleichzeitig laufende Cashflows generieren, bringen auch in schwächeren Markt- oder Einkommensphasen sowie in der Rente regelmäßigen Cashflow. Durch Mieteinnahmen oder Stromverkauf, sowie der Speicherung von Strom erhält der Investor kalkulierbare Erträge.
Und wer profitiert primär von diesen Beteiligungsmodellen? Das Spektrum reicht von Angestellten über Beamte bis hin zu Unternehmern, die steuerliche Gestaltungsspielräume nutzen möchten. Wichtig ist, dass solche Investments nicht nur zur Renditeoptimierung dienen, sondern als Baustein verstanden werden, der durch stabile Cashflows die eigene finanzielle Strategie in volatilen Phasen ergänzt.