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20. Apr 2026

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Wirtschaft

Schlüssel zu Souveränität und Nachhaltigkeit – Ein Beitrag von Carsten Schneider, Minister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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Foto: Bundesregierung/Bergmann

Wer weniger natürliche Ressourcen, weniger Rohstoffe verbraucht, steht am Ende besser da – ökologisch, ökonomisch und strategisch. Die Kreislaufwirtschaft ist deshalb ein zentrales Projekt für die Modernisierung der Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Jeder Rohstoff, der bei uns gespart, wiederverwendet oder recycelt wird, muss nicht aufwändig aus dem Boden geholt oder über lange Strecken zu uns transportiert werden. Das schont Natur, Böden und Wasserreserven, und es vermeidet CO2-Emissionen. Die Kreislaufwirtschaft hilft uns, unsere Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.

Kreislaufwirtschaft ist weit mehr als Abfallwirtschaft. Sie ist ein Schlüsselfaktor für eine auch in Zukunft wettbewerbsfähige Wirtschaft. Unternehmen aller Branchen profitieren davon, wenn ihre Prozesse effizienter werden und wenn sie weniger abhängig von volatilen Rohstoffmärkten sind. 88 Prozent der Unternehmen erwarten von einer konsequent umgesetzten Kreislaufwirtschaft positive Effekte. Das zeigt: Hier liegt ein riesiges Potenzial, das wir für Deutschland nutzen sollten.

Deutsche Produkte und Technologien der Kreislaufwirtschaft haben bereits jetzt weltweit einen exzellenten Ruf. Unsere Unternehmen sind bei Patenten für die Technologien der Kreislaufwirtschaft international führend. Mit einem Exportvolumen von rund 23 Milliarden US-Dollar steht Deutschland hinter den Vereinigten Staaten auf Rang 2. In den vergangenen 15 Jahren hat der Umsatz im Bereich Kreislaufwirtschaft in Deutschland um knapp 47 Prozent zugenommen, die Zahl der Arbeitsplätze um 13 Prozent. Wir haben eine lebendige Nachhaltige Start-up-Szene. Kurzum: Kreislaufwirtschaft boomt! Und wir schaffen die politischen Voraussetzungen, damit sie weiter wächst.

Kreislaufwirtschaft ist weit mehr als Abfallwirtschaft. Sie ist ein Schlüsselfaktor für eine auch in Zukunft wettbewerbsfähige Wirtschaft.

In Zeiten von Kriegen und Konflikten, hohen Zöllen und störungsanfälligen Lieferbeziehungen hat die Kreislaufwirtschaft darüber hinaus noch eine weitere Funktion. Sie wird neben der Diversifizierung unserer Rohstoffversorgung zum zentralen Element unserer Resilienz und Sicherheit. Ob seltene Erden in Smartphones, Edelmetalle in Elektrogeräten oder Wirkstoffe in Medikamenten – Rohstoffe sind Machtfaktoren. Jeder geschlossene Kreislauf bei uns macht uns unabhängiger von Importen. Die EU hat im Dezember den Aktionsplan ReSourceEU aufgelegt, um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen langfristig zu sichern. Darin spielt Zirkularität eine entscheidende Rolle. Kreislaufwirtschaft sorgt für Ressourcensouveränität.

Mit dem Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) geben wir den Anschub, damit neue Technologien, Geschäftsmodelle und Marktanteile entstehen können. Das Aktionsprogramm wird konkrete Maßnahmen für die nächsten zwei Jahre enthalten. Dazu gehören eine Plattform zur Vernetzung der Akteure, eine Digitalisierungsinitiative und ein Förderprogramm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“. 260 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt sind dafür eingeplant. Das ist ein klares politisches Bekenntnis zu dem Zukunftsprojekt Kreislaufwirtschaft – und einem wirtschaftlich stärkeren, nachhaltigen und souveränen Land.

20. Apr 2026

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Wirtschaft

FONDS professionell KONGRESS gibt Orientierung in bewegenden Zeiten

Der 24. FONDS professionell KONGRESS am 28. und 29. Januar 2026 in Mannheim hat erneut seine Rolle als zentrale Plattform der Investmentbranche unter Beweis gestellt. In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer neu ausgerichteten, schwer kalkulierbaren US-Politik unter Präsident Donald Trump, nutzten Vermögensverwalter und Investmentexperten die Veranstaltung intensiv für fachlichen Austausch und gezielte Weiterbildung. Mehr als 220 Aussteller sowie über 200 Fachvorträge spiegelten den enormen Informationsbedarf in volatilen Zeiten wider. Ein markantes politisch-strategisches Signal setzte Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Energy und Daimler Truck. Er plädierte für ein geschlossenes und selbstbewusstes Auftreten Europas zwischen den Machtzentren USA und China. Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen. Chancen sieht Kaeser vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Daten und Rechenzentren sowie in neuen wirtschaftlichen Allianzen mit Schwellenländern, allen voran mit Indien. Inhaltlich dominierten Themen wie Aktien – insbesondere die „Significant Seven“ –, ETFs, Datenökonomie, Infrastruktur, Schwellenländer, Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen das Programm. Mit der Verleihung des DEUTSCHEN FONDSPREISES während einer festlichen Galanacht fand der Kongress schließlich einen würdigen Abschluss und bekräftigte seinen Anspruch, der Branche auch in bewegten Zeiten Orientierung zu geben. >Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen.