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23. Jun 2026

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Gesundheit

Schreibkram ohne Stress – mit Cosima Kronzucker

Journalist: Silja Ahlemeyer

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Foto: Presse, Privat

Tierärzte stehen unter Druck – Schriftformalitäten und Dokumentationspflichten rauben viel Zeit im Praxisalltag. Eine Software kann helfen.

Veterinärmediziner kümmern sich nicht nur um Untersuchung und Diagnose ihrer vierbeinigen Patienten. Vielmehr müssen sie viel Zeit mit ungeliebtem Papierkram verbringen: Sie lesen Vorberichte, dokumentieren die Befunde aus der Sprechstunde, erstellen Behandlungspläne und schreiben Abrechnungen. Das alles frisst zusätzliche Zeit. Eine regelmäßige Mittagspause oder einen gemütlichen Feierabend kennen nur wenige Tierärzte. Digitale Systeme können hier helfen.

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Cosima Kronzucker, Veterinary Country Lead DACH bei CoVet

Die KI-gestützte Software CoVet wurde für tiermedizinische Abläufe entwickelt und versteht sich nicht als Ersatz für Tierärzte oder Fachangestellte, sondern als unterstützender Copilot. Während der Konsultation kann das Gespräch im Untersuchungszimmer aufgenommen werden. Aus den relevanten medizinischen Informationen entsteht kein bloßes Transkript, sondern ein exakt strukturierter Bericht mit Anamnese, Untersuchung, Beurteilung und Behandlungsplan, und das in Echtzeit. „Der Arzt oder die Ärztin kann sich währenddessen ganz auf das Tier und auch auf den Besitzer konzentrieren“, so Cosima Kronzucker, Veterinary Country Lead DACH bei CoVet. „So lassen sich pro Patient gut 15 bis 20 Minuten Dokumentationszeit sparen.“ Neben der automatisierten Berichterstellung bietet CoVet Vorlagen, fasst vorhandene Befunde oder externe Patientenakten zusammen und unterstützt die Kommunikation mit Tierhaltern durch verständliche Informationsunterlagen. Auch für TFA gibt es eigene Vorlagen, etwa für organisatorische oder abrechnungsnahe Aufgaben.

Für den deutschen Markt wurde die Software des kanadischen Unternehmens lokal angepasst. Denn Dokumentation, Behandlungsprotokolle, GOT-Abrechnung und Datenschutzanforderungen in Deutschland unterscheiden sich deutlich von denen anderer Länder. Die deutsche Version ist DSGVO-konform und erfüllt Standards wie ISO 27001 und SOC 2. Patientendaten werden nicht zum Training der KI genutzt, diese wird ausschließlich vom medizinischen Fachpersonal des Anbieters gefüttert.

Die Software funktioniert mit den führenden PDMS-Systemen der Branche und kann unter www.co.vet/de kostenlos getestet werden.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.