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25. Feb 2019

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Gesundheit

Sie wünschen sich ein Haustier?

Journalist: Thomas Schröder

Ein tierischer Begleiter bedeutet Spaß, Liebe und ungebremste Zuneigung. Für viele Menschen sind Hund oder Katze nicht mehr wegzudenken. Gerade Kinder sind begeistert von vierbeinigen Gefährten. Doch ein Haustier bringt nicht nur Glückseligkeit, sondern – Sie ahnen es – auch viel Arbeit und Verantwortung mit sich. Darum sollte eine Adoption wohlüberlegt sein.

Jedes Lebewesen hat ganz individuelle Ansprüche, die erfüllt werden wollen. Informieren Sie sich deswegen frühzeitig, wie Sie dem gewünschten Vierbeiner eine artgerechte Haltung bieten können. Haben Sie im Alltag zudem genug Zeit, Ihr Tier zu versorgen und zu beschäftigen? Wer kümmert sich, wenn Sie den Liebling nicht mit zur Arbeit oder in den Urlaub nehmen? Oder hat jemand in Ihrem Umfeld vielleicht eine Allergie? Damit die Versorgung des Vierbeiners am Ende nicht zu Streitigkeiten führt, sollten alle Familienmitglieder einverstanden und sich ihrer Aufgaben bewusst sein.

Natürlich braucht jedes Tier Liebe und einen verständnisvollen Umgang. Aber es nützt nichts – wir müssen uns auch über den Kostenfaktor Gedanken machen. Eine Katze kann etwa 16 Jahre alt werden. Die Kosten für die Anschaffung des Tieres, des Zubehörs, des jährlichen Bedarfs an Futter, Tierarztbesuchen usw. belaufen sich am Ende eines Katzenlebens auf mindestens 11.450 Euro. Ein Hund, der etwa 14 Jahre alt wird, liegt je nach Größe zwischen mindestens 12.000 bis 17.000 Euro. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Ihr Tier plötzlich eine unerwartete tierärztliche Behandlung brauchen könnte – auch das kann mit hohen Kosten verbunden sein.

Weil sie Kosten und Mühen sparen wollen, suchen einige Menschen Vierbeiner auf Anzeige-Portalen im Internet. Dort tummeln sich jedoch unseriöse Anbieter, die Tiere qualvoll vermehren. Vor allem der illegale Welpenhandel stellt Tierschützerinnen und Tierschützer vor große Probleme. Im europäischen Ausland lassen kommerzielle Vermehrer Hündinnen im Akkord decken, um möglichst großen Profit mit den Welpen zu machen. Diese werden meist viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und mit gefälschten Impfpässen über Grenzen geschleust. Viele von ihnen sind krank, geschwächt und überstehen nicht einmal die ersten Lebensmonate.

Und auch die Tierheime stehen vor riesigen Herausforderungen: Denn hier müssen die Welpen aufgepäppelt werden, die von Zoll oder Polizei beschlagnahmt wurden. Dabei warten schon genug Tiere auf ein neues Zuhause. Auch Vierbeiner, die unüberlegt angeschafft wurden, müssen oft im Tierheim unterkommen.

Möchten Sie ein tierisches Familienmitglied aufnehmen, sollten Sie Ihrem örtlichen Tierheim einmal einen Besuch abstatten und schauen, ob einer der sehnsüchtig Wartenden zu Ihnen passt. Auch online stellen viele Tierschutzvereine ihre Schützlinge vor. Wenn Sie einen Vierbeiner aus dem Tierschutz adoptieren, zahlen Sie eine Schutzgebühr. Die deckt oft jedoch nicht einmal die Kosten, die dem Tierheim für die Versorgung entstanden sind. Deswegen freuen sich die Tierheime auch unabhängig von einer Adoption immer über kleine Spenden.

Wie Sie sich auch entscheiden: Falls Sie tierischen Zuwachs bekommen, wünsche ich Ihnen eine wundervolle Zeit und viele gemeinsame Glücksmomente mit Ihrem Vierbeiner. 

Thomas Schröder
Präsident des Deutschen Tierschutzbundes e.V.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.