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20. Okt 2021

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Gesellschaft

Smart Country Convention geht als Special Edition an den Start

Ob Onlinezugangsgesetz, Daseinsvorsorge 4.0 oder IT-Sicherheit in der Verwaltung – am 26. und 27. Oktober dreht sich bei der Smart Country Convention alles um die Digitalisierung des Public Sectors.

Auch in diesem Jahr findet die Kongressmesse, die vom Digitalverband Bitkom und der Messe Berlin veranstaltet wird, als Special Edition statt. Schirmherr ist das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. „Bei der Digitalisierung von Staat und Verwaltung stehen wir in Deutschland noch am Anfang und haben im internationalen Vergleich massiv Nachholbedarf. Das Thema duldet keinen Aufschub. Und so findet die Veranstaltung in diesem Jahr trotz der anhaltenden Corona-Pandemie wieder statt, aber zu 100 Prozent digital – um an zwei Tagen Know-how, Inspiration und Kontakte zu vermitteln“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Smart Country Convention setzt gerade im Wahljahr 2021 wichtige Impulse, Deutschland ins digitale Zeitalter zu führen.“ Jens Heithecker, Vice President der Messe Berlin ergänzt: „Mit der Special Edition wollen wir den Teilnehmenden eine virtuelle Plattform zum Austausch bieten. Denn in Zeiten wie diesen ist das Thema Digitalisierung des Public Sectors wichtiger denn je. Ob Experten-Vorträge oder Produktpräsentationen der Aussteller rund um E-Government und Smart City – die Special Edition gibt einen profunden Einblick, was in Sachen Digitalisierung möglich ist.“

Bei der Special Edition der Smart Country Convention steht ein breites Themenspektrum auf dem Programm: Am ersten Veranstaltungstag liegt der Fokus auf dem Thema E-Government – von der Umsetzung des OZG, über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Verwaltung bis hin zu Open Data und elektronische Identifizierung. Am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt auf Smart City & Smart Region mit Themen wie digitale Innenstädte, GAIA-X in Kommunen und dem Forum Digitale Ländliche Räume.

Digitalunternehmen wie Bechtle, Google, SAP und Accenture präsentieren zudem ihre Lösungen für die Digitalisierung des Public Sectors. Außerdem werden bei der Special Edition wieder die Gewinner des Smart Country Startup Awards gekürt. Der Award zeichnet herausragende Innovationen in den Kategorien Smart City und E-Government aus. Get Started, die Startup-Initiative des Bitkoms fördert mit dem Smart Country Startup Award junge Unternehmen, talentierte Gründer und visionäre Ideen rund um die Digitalisierung des öffentlichen Raums.

Auch das Thema Networking darf nicht zu kurz kommen: Hier können sich die Teilnehmenden über Chats, private Meetings oder spontane Video-Calls mit Experten aus Politik, Digitalwirtschaft und Wissenschaft austauschen und vernetzen.

Das Programm wird per Livestream übertragen und ist im Nachgang on Demand verfügbar. Interessierte können sich für die Special Edition der Smart Country Convention kostenfrei anmelden unter www.smartcountry.berlin.

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!