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21. Dez 2022

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Lifestyle

Totimpfstoff schützt gut gegen Gürtelrose

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: Frank Merino/pexels

Die meisten der Menschen, die heute 50 Jahre und älter sind, hatten in ihrer Kindheit Windpocken. Die Bläschen haben dabei oft die eine oder andere sichtbare Narbe hinterlassen. Nicht sichtbar jedoch ist das lebenslange Vorhandensein der verantwortlichen Varizella-Zoster-Viren – die sich in den Nervenzellen der Windpockenpatienten einnisten und dort lebenslang bleiben. Wenn das Immunsystem mit zunehmendem Lebensalter nachlässt, haben die Viren ein leichtes Spiel, denn sie sind für die Entstehung einer weiteren Erkrankung ausschlaggebend: Gürtelrose. Diese Nervenentzündung, die sich als halbseitiger, gürtelähnlicher, sehr schmerzhafter Bläschen-Ausschlag bemerkbar macht, bildet sich meist am Rumpf, sie kann aber auch im Gesicht auftreten. Dort kann sie das Auge befallen und eine Hornhautentzündung verursachen. Greift sie auf Gesichts- und Hörnerven über, kann es zu Gesichtslähmungen und Hörminderung kommen.

Bereits mehrere Tage vor dem Entstehen der ersten Bläschen ist die Haut an der betroffenen Stelle überempfindlich, juckt und brennt, man fühlt sich müde und erschöpft, manchmal haben die Erkrankten auch leichtes Fieber. Die Bläschen selbst führen zu starken brennenden, bohrenden, schneidenden Schmerzen, manchmal jucken sie auch. Nach fünf Tagen beginnen die Bläschen üblicherweise auszutrocknen, was bis zu zehn Tage dauern kann.

Schätzungsweise zwei bis zehn Menschen, die Windpocken hatten, erkranken in späteren Jahren an einer Gürtelrose, also etwa 300.000 Menschen pro Jahr. Im Normalfall klingen die Beschwerden nach zwei bis vier Wochen vollständig ab, in zehn bis 20 Prozent aller Erkrankungen können sie jedoch mehrere Wochen oder sogar Jahre bestehen bleiben (postherpetische Neuralgie).

Bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem wie beispielsweise bei Krebs, Diabetes, Rheuma, Aids, chronisch entzündlicher Darmerkrankung, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Asthma besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen in Form einer lebensgefährlichen Lungen-, Leber- oder Hirnhautentzündung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für diese Risikogruppe seit 2018 eine Impfung gegen Gürtelrose ab dem Alter von 50 Jahren, für alle anderen gilt die Empfehlung ab 60 Jahren. In Deutschland werden zwei verschiedene Impfungen angeboten, die Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Viren, und ein Totimpfstoff mit Virusbestandteilen.

Empfohlen wird der Totimpfstoff, denn er ist wirksamer und schützt länger. Außerdem kann er auch bei Risikopatienten mit geschwächtem Immunsystem, die ein besonders hohes Risiko einer Gürtelroseerkrankung aufweisen, zum Einsatz kommen.

Die kostenlose Impfung wird zweimal im Abstand von zwei bis sechs Monaten verabreicht. Medizinische Studien zeigen, dass die Gürtelrose-Impfung das Risiko einer Erkrankung bei gesunden Menschen stark verringert. Da der Totimpfstoff vergleichsweise neu ist, lässt sich die Dauer des Impfschutzes noch nicht zeitlich eingrenzen.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.