Diesen Artikel teilen:

28. Jan 2019

|

Business

Vorbereitet sein auf den Auslandseinsatz

Journalist: Armin Fuhrer

Wenn deutsche Unternehmen Mitarbeiter zur Arbeit ins Ausland entsenden, ist so einiges zu beachten, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Viele Unternehmen aus Deutschland sind im Zuge der Globalisierung weltweit tätig, und das gilt nicht nur für die ganz Großen, sondern auch für den Mittelstand. Doch bevor ein Unternehmen seine Mitarbeiterin oder seinen Mitarbeiter zum Einsatz ins Ausland entsendet, müssen eine ganze Reihe von Fragen bedacht werden. Längst nicht allen Beteiligten ist das bewusst. Unter dem Begriff Entsendung versteht man eine vom Arbeitgeber angewiesene Aufnahme einer Tätigkeit in einem anderen Land, wenn der Arbeitgeber in Deutschland beheimatet ist und beide Seiten ein inländisches Beschäftigungsverhältnis abgeschlossen haben. Diese Tätigkeit muss befristet sein. Für andere Beschäftigungsverhältnisse gelten andere Regeln als die im Folgenden beschriebenen.

Zunächst einmal ist wichtig: Im Fall einer Entsendung bleibt der Arbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig. Nur wenn er unbefristet im Ausland tätig ist, ist für ihn das Sozialversicherungssystem im jeweiligen Land zuständig. Was den Krankenversicherungsschutz betrifft, so stellt sich die Lage recht einfach dar, wenn der Einsatz in einem Land des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) stattfindet. Dann gilt nämlich für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ganz einfach der bisherige Versicherungsschutz weiter. Bei Ländern außerhalb des EWR ist entscheidend, ob Deutschland mit dem betreffenden Staat ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Im Fall der USA beispielsweise bezieht sich das Abkommen nur auf die Rentenversicherung, nicht aber auf die Krankenversicherung. Wichtig ist daher, für jedes Land zu prüfen, wie sich die Lage darstellt. Für privat Versicherte sieht sie Lage anders aus: Innerhalb der EU ist der Schutz zeitlich unbegrenzt; dagegen muss in Nicht-EU-Staaten ein Zusatzvertrag mit der jeweiligen Krankenkasse abgeschlossen werden. Das ist allerdings nur möglich, wenn der Wohnsitz des Arbeitnehmers weiterhin im Inland angesiedelt ist. 

Doch es drohen in vielen Ländern auch noch ganz andere Gefahren als der Verlust des Versicherungsschutzes. Epidemien, Naturkatastrophen, politische Unruhen oder medizinische Notfälle können beispielsweise sogar das Leben des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin bedrohen. Viele werden ja nicht in politisch stabilen oder klimatisch und geologisch gemäßigten Ländern eingesetzt, sondern in solchen Ländern, in denen derartige Vorkommnisse nicht auszuschließen sind. Allerdings haben die vergangenen Jahre leider gezeigt, dass auch in politisch stabilen Ländern Terroranschläge möglich sind. Unternehmen haben eine weitreichende gesetzliche Fürsorgepflicht für ihre Angestellten, der sie unbedingt nachkommen sollten – und sie sollten sich vor der Entsendung des Angestellten darum kümmern, und nicht erst dann, wenn ein Krisenfall eingetreten ist. Viele, vor allem mittlere und kleinere Unternehmen scheuen den Aufwand für eine solche Risikovorsorge und sie wissen auch oftmals überhaupt nicht, wie sie vorgehen müssen. Auch fehlt ihnen die Möglichkeit, bestimmte Risiken im Einsatzland des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin im Vorfeld abzuschätzen oder zu erkennen. Für ihre Unterstützung gibt es spezialisierte Unternehmen, die solche Leistungen gebündelt anbieten. 

2. Apr 2026

|

Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

|

Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.