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31. Mär 2026

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Gesundheit

Wenn der Berg ruft: Sicherheit geht vor – mit Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung beim Deutschen Alpenverein (DAV)

Journalist: Chan Sidki-Lundius

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Foto: Presse, Getty Images/unsplash

Frische Luft, Bewegung, atemberaubende Ausblicke: Spätestens jetzt beginnt für viele die Bergwandersaison – und die sollte möglichst gut geplant werden.

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Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung beim Deutschen Alpenverein (DAV)

Ob in den Alpen, im Mittelgebirge oder anderen Regionen: Immer mehr Menschen begeistern sich für das Wandern und für Bergtouren. Dabei in eine brenzlige Lage zu geraten, wünscht man niemandem. Und doch passieren immer wieder Unfälle, viele davon vermeidbarer Natur. „Hauptursache Nummer eins sind Stolperer, Ausrutscher und Stürze“, sagt Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung beim Deutschen Alpenverein (DAV). „Unfälle passieren aber auch, wenn Menschen untrainiert, unerfahren oder aufgrund von Vorerkrankungen in psychische und körperliche Überforderungs- oder Erschöpfungssituationen geraten. Ursächlich kann außerdem höhere Gewalt sein, dazu gehören Steinschlag oder nicht vorhersehbare Wetterumschwünge.“

Wie lässt sich die eigene Sicherheit beim Wandern verbessern? Trittsicherheit lässt sich trainieren, zum Beispiel mit Balanceübungen. Ansonsten führt kein Weg an haltgebenden Schuhen vorbei. Stefan Winter: „Sie sind der wichtigste Gegenstand beim Wandern und Bergsteigen. Sie müssen stabil sein und eine tief eingeschnittene Profilsohle haben. Je anspruchsvoller geplante Touren sind, desto härter sollte die Profilsohle sein. Damit Wanderschuhe genau passen, ist eine Beratung mit Anprobe in einem Fachgeschäft unbedingt empfehlenswert.“

Um Herzinfarkte und Erschöpfungszuständen am Berg vorzubeugen, empfiehlt Stefan Winter, kein zu schnelles Tempo zu gehen, stündlich zu pausieren und ausreichend zu essen und zu trinken. Dies gelte umso mehr für Menschen mit Vorerkrankungen oder schlechtem Trainingszustand. Außerdem sei eine Tourenplanung mit realistischer Selbsteinschätzung essenziell, die neben dem Wetter, den Verhältnissen und der Schwierigkeit sämtliche Teilnehmenden der Tour berücksichtige. „Und die Rückkehr sollte stets mit einem zeitlichen Sicherheitspuffer geplant werden. Im Zweifelsfall lieber aufs Bauchgefühl hören und umdrehen“, rät Stefan Winter.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Tipps für Einsteiger Einsteigern empfiehlt der Experte, zunächst mit erfahrenen „alten Hasen“ mitzugehen oder eine geführte Wanderung mitzumachen. Einem Kaltstart vorzuziehen sei eine gute Vorbereitung – je nach individuellem Fitnessstand mit einer Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining. Menschen über 50, die länger keinen Sport gemacht haben, sind vor einer längeren Wandertour mit einem medizinischen Check gut beraten.

Die möglichst mehrschichtige Bekleidung sollte größere Temperaturbereiche abdecken. Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme nicht vergessen. Teleskopstöcke unterstützen bei der sicheren Bewältigung von Schneefeldern sowie beim sicheren Gang und entlasten die Kniegelenke im Abstieg. Mit ins Wandergepäck gehört unbedingt auch ein Erste-Hilfe-Set beziehungsweise eine Notfallausrüstung mit Alu-Rettungsfolie (Decke). Im Notfall wickelt man diese um den Körper, um sich gegen Wind und Unterkühlung zu schützen. Ein Muss ist schließlich ein aufgeladenes Handy, das während der Tour im Flugmodus sein sollte. Bei längeren Touren sollte auch eine Powerbank dabei sein. „Zum Glück ist die Zahl der Toten und Schwerverletzten in den Bergen seit Jahren rückläufig“, bilanziert Stefan Winter. „Allerdings nimmt die Zahl der zu rettenden, unverletzten Personen zu. Das ließe sich mit gesundem Menschenverstand und guter Tourenplanung mit Sicherheit ändern.“

Fact Box:

Mit dem DAV-Bergwander-Check wird die Tourenplanung kinderleicht. Das Tool bietet Hintergrundwissen, kombiniert mit Ad-Hoc-Maßnahmen, einfachen Faustregeln und weiterführenden Infos – eine perfekte Vorbereitung auf brenzlige Situationen: www.alpenverein.de/thema/bergwandercheck-tourenplanung

18. Mär 2026

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Gesundheit

Ungewollt kinderlos

Für viele Paare gehört der Wunsch nach einem eigenen Kind fest zum Lebensplan. Doch bei rund 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland bleibt dieser Wunsch unerfüllt¹. Damit beginnt für viele nicht nur ein körperlich, sondern auch emotional herausfordernder Weg. Untersuchungen, Behandlungszyklen, hormonelle Messwerte, Wartezeiten – der Gedanke an ein Baby bestimmt den Alltag. Das eigentliche Leben gerät dabei oft in eine Warteschleife. Urlaube lassen sich kaum planen; der nächste Karriereschritt? Scheint mit einer kommenden Schwangerschaft nur schwer vereinbar. Auch die finanzielle Seite ist belastend. Wiederholte Fruchtbarkeitsbehandlungen bedeuten erhebliche Kosten. Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. In dieser schwierigen Situation spielt begleitende psychotherapeutische Unterstützung eine zentrale Rolle. Wenn man sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Ratlosigkeit und tiefer Trauer nach der nächsten Fehlgeburt irgendwann fragt: Bin ich genug, auch ohne Kind? Was erfüllt mein Leben, auch wenn ich keine Mutter bin? >Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. Die Ursachen dafür, warum eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt, können komplex sein und sind nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher suchen viele Paare ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik nach Wegen, um die Voraussetzungen für eine Empfängnis ganzheitlich zu fördern, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Naturheilkundliche Ansätze können dabei wertvolle Impulse geben. So kann Akupunktur im Rahmen einer IVF (In-vitro-Fertilisation) den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, in dem sie bei Männern die Spermienqualität verbessert und bei Frauen die Funktion der Eierstöcke unterstützt. Ganzheitliche Therapiekonzept verbinden unterschiedlichste Behandlungen um körpereigene Prozesse zu harmonisieren, von der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über Mikronährstoff- und Ordnungstherapien bis hin zu therapeutischen Massagen. Ebenso können Achtsamkeitstraining, Yoga oder Entspannungsverfahren helfen, Druck abzubauen und das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren. Wenn IVF dann sprichwörtlich gefruchtet hat, wird das Wunder des entstehenden Lebens erst richtig bewusst. Ein unerfüllter Kinderwunsch bleibt eine vielschichtige Herausforderung, die medizinische, emotionale und soziale Aspekte gleichermaßen berührt. Unterstützungsangebote können Paare entlasten und ihnen helfen, den Weg durch Diagnostik und Behandlung selbstfürsorglicher zu gestalten. Letztlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu erkennen – und liebevoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehört die Offenheit für das, was möglich ist, aber auch die Akzeptanz für das, was nicht. ¹ Quelle: Deutsches IVF-Register (Jahresbericht 2024)