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17. Mär 2021

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Gesundheit

Wichtiger Beitrag der Brustkrebsfrüherkennung zur Frauengesundheit

Journalist: Prof. Dr. Pauline Wimberger

Uns Frauenärztinnen und Frauenärzten liegt die Frauengesundheit sehr am Herzen, nicht nur das physische, sondern auch das seelische Wohlbefinden. In der Frauenheilkunde spielen die Vorsorge bzw. Früherkennung eine große Rolle. 

In der Gynäkologie behandeln wir über 43 % weibliche Krebserkrankungen. Brustkrebs ist mit derzeit knapp 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Circa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Erfreulicherweise ist die Prognose, gerade wenn Brustkrebs früh erkannt wird, sehr gut. Ab dem 20. Lebensjahr wird beim Frauenarzt jährlich eine Tastuntersuchung durchgeführt. Auffälligkeiten sollten durch eine Ultraschalluntersuchung und eine Mammographie (Röntgen der Brust) abgeklärt werden. Mit der Mammographie haben wir zudem eine gute Screening-Methode, die im Rahmen des sogenannten Mammographie-Screenings allen Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr alle zwei Jahre von den Krankenkassen angeboten wird. Hierbei sollen Brustkrebs oder seine Vorstufen frühzeitig erkannt werden – mit dem Ziel, das Überleben zu verbessern. 

Nur ca. 5 % aller Brustkrebserkrankungen betreffen Frauen unter dem 40. Lebensjahr. Ein hoher Anteil dieser Betroffenen hat eine Mutation im BRCA (Breast Cancer Gen) -1- oder im BRCA-2-Gen. Häufig findet sich hier auch eine familiäre Häufung von Krebserkrankungen. Immer mehr ist in den letzten Jahren das Thema Familiärer Brust- und Eierstockkrebs in den Fokus gerückt – unter anderem durch Prominente, die ihre Diagnose mit der Öffentlichkeit geteilt haben. Wir sind in an der Universitätsfrauenklinik Dresden eines von derzeit 23 interdisziplinären Zentren in Deutschland des Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs. Hier können sich Frauen und Männer mit familiärer Häufung von Brust-, aber auch Eierstockkrebs vorstellen. Es wird ein Stammbaum erstellt und es kann nach ausführlicher genetischer Beratung eine Keimbahnanalyse durchgeführt werden. Wenn eine BRCA -1-/oder 2- Mutation vorliegt, kann das therapeutische Konsequenzen für Erkrankte im Sinne einer zielgerichteten Therapie haben. Aber auch die nicht erkrankten Familienangehörigen können sich ebenfalls nach genetischer Beratung testen lassen. Wird in diesem Fall eine pathogene BRCA-Muta-tion festgestellt, können sowohl risikoreduzierende Operationen und eine Teilnahme an einem intensivierten Früh- und Nachsorgeprogramm angeboten werden. Was beispielsweise bedeutet, dass schon ab dem 25. Lebensjahr Kernspinuntersuchungen (MRT) der Brust angeboten werden. BRCA-Mutationsträger erkranken durchschnittlich früher. Das Lebenszeitrisiko liegt bei bis zu 70 % für Brustkrebs und bis zu 40 % für Eierstockkrebs. Daher sind das intensivierte Früh- und Nachsorgeprogramm, aber auch risikoreduzierende Operationen der Brüste mit der Option der plastischen Rekonstruktion mit Implantaten oder einer Eigengewebsrekonstruktion und die risikoreduzierende Entfernung der Eileiter und Eierstöcke von hoher Bedeutung. 

Daher meine Empfehlung: Nutzen Sie die Möglichkeit der Früherkennungsprogramme.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.