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13. Apr 2026

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Lifestyle

Zwischen Game und Dancefloor – mit Tim Heinke, DJ & Chefredakteur des Formats GameTwo und Daniel ‚Schröck‘ Schröckert, DJ „Dosenbeatz“ & Moderater des Kino-Magazins Kino+

Journalist: Andreas Schack, Nadine Wagner

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Foto: Rocket Beans, Feliphe Schiarolli/unsplash

Daniel ‚Schröck‘ Schröckert und Tim Heinke kennt man von Rocket Beans TV. Als DJ Duo „Die Hübschen“ verbinden sie Clubsound mit Zitaten aus Games, Filmen und Popkultur. Im Interview sprechen sie über die Kraft von Soundtracks, den Reiz von Überraschungen auf dem Dancefloor und darüber, warum Techno längst keine Nische mehr ist.

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Tim Heinke, DJ & Chefredakteur des Formats GameTwo

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Daniel ‚Schröck‘ Schröckert, DJ „Dosenbeatz“ & Moderater des Kino-Magazins Kino+ 

Wie seid ihr als DJ-Duo zusammengekommen?

Tim: Daniel und ich haben früher quasi zusammen gewohnt. Er war schon lange DJ, ich kam eher aus der Musikproduktion und fand Auflegen immer faszinierend. Irgendwann habe ich gesagt: Zeig mir das mal.

Schröck: Später standen wir bei Firmenpartys, kleinen Slots im Sender und Formaten wie „Hard Reset“ oder „Dosenbeatz“ immer öfter zusammen hinter‘m Pult. Da haben wir gemerkt, dass das musikalisch gut funktioniert.

Was verbindet Gaming und Club für euch?

Schröck: In beiden Welten zieht dich der Sound komplett rein. Im Spiel schafft Musik Atmosphäre, im Club erzeugt sie einen gemeinsamen Moment. Beides kann euphorisieren.

Tim: Dazu kommt der Wiedererkennungseffekt. Wenn du einen Track aus einem Game, ein Mario oder Tetris Edit oder etwas aus „Hotline Miami“ im Set hast, löst das sofort etwas aus.

Warum funktionieren Game Sounds auch auf dem Dancefloor?

Tim: Weil die Mischung spannend ist. Die Leute kennen etwas und werden trotzdem überrascht. Genau das ist im Club oft der beste Moment.

Schröck: Es geht um Timing. Nicht jeder nostalgische Einwurf funktioniert immer. Aber wenn du spürst, wann so ein Moment kommt, kann das den Laden komplett mitnehmen.

Im Spiel schafft Musik Atmosphäre, im Club erzeugt sie einen gemeinsamen Moment. Beides kann euphorisieren.

Erlebt ihr gerade ein Revival alter elektronischer Sounds?

Schröck: Ja, total. Aber vieles läuft heute schneller, härter und trendgetriebener als früher. Corona, Festivalisierung und Social Media haben die Clubkultur stark verändert.

Tim: Ich würde es nicht nur auf Techno beziehen. Die Leute haben vor allem Lust auf gute Energie. Über Streams kommen auch Menschen mit Clubkultur in Berührung, die sonst vielleicht gar nicht feiern gehen würden.

Welche Game Soundtracks haben euch geprägt? Schröck: Bei mir ganz klar „Hotline Miami“, aber auch „Ocarina of Time“, „God of War“ oder „Shadow of the Colossus“. Diese Musik bleibt hängen.

Tim: Als Kind waren das bei mir auch Zelda Welten. Später kamen viele Indie Soundtracks dazu. „Geprägt" ist ein Wort mit viel Gewicht, aber beeinflusst haben mich die Sounds dieser Spiele auf jeden Fall.

Ist Techno heute noch Subkultur? Schröck: Techno ist längst Mainstream. Spätestens seit der Love Parade 1997, mit einer Million Menschen, musste man sich da nichts mehr vormachen.

Tim: Mir ist diese Schublade ehrlich gesagt egal. Entscheidend ist doch, ob Musik frei entsteht und Menschen erreicht. Gatekeeping hat noch keinem Genre geholfen.

Wie bleibt Rocket Beans in diesem Wandel beweglich?

Schröck: Indem wir ausprobieren. Livestreams, Magazine, Pen and Paper, Nischenformate. Rocket Beans war immer dann am stärksten, wenn Leute hier etwas gemacht haben, auf das sie wirklich Lust hatten.

Tim: Genau. Die Formate, die Bestand haben, entstehen meistens aus echtem Interesse. Erst kommt die Leidenschaft, dann schaut man, ob es mit der Community resoniert.

Über Streams kommen auch Menschen mit Clubkultur in Berührung, die sonst vielleicht gar nicht feiern gehen würden.

Factbox

Daniel Schröckert und Tim Heinke bilden als „Die Hübschen“ ein DJ-Duo aus Hamburg. Ihr Partyformat „Dosenbeatz“ gehört seit Jahren zu Rocket Beans TV und bringt Clubstimmung per Stream ins Wohnzimmer. Musikalisch setzen sie auf eine bunte Mischung aus elektronischer Musik und nerdigen Referenzen aus Videospielen, Filmen und Serien.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.