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13. Dez 2023

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Gesundheit

3 Fragen an Carina Blasi, Ernährungswissenschaftlerin

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: Presse

1. Braucht man bei einer ausgewogenen Ernährung Nahrungsergänzungsmittel? 
Die Freude am guten Essen sollte immer im Vordergrund stehen. Nahrungsergänzungsmittel kommen dort zum Tragen, wo wir nicht alle lebensnotwendigen Nährstoffe ausreichend über die Ernährung aufnehmen können. Bei bestimmten Nährstoffen schafft der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung es nicht, seinen Bedarf zu decken.1 Dies betrifft Vitamin D, Jod, Folate (Folsäure), Kalium und bei Frauen das Eisen.

 

2. Sind Nahrungsergänzungsmittel für mich persönlich sinnvoll?
Ich empfehle, die Ernährungspyramide anzuschauen.2 Schaffen Sie es, alle Lebensmittelgruppen regelmäßig mit einzubeziehen? Nehmen Sie von bestimmten Lebensmittelgruppen deutlich mehr oder deutlich weniger auf, als die Pyramide es vorschlägt? Das kann bedeuten, dass Sie bestimmte Nährstoffe nicht ausreichend oder sehr reichlich aufnehmen. Beispielsweise ist die Kochsalzzufuhr (Natrium-Chlorid) durchschnittlich sehr hoch.3

 

3. Warum ist das Gleichgewicht der Nährstoffe so wichtig?
Die Wichtigkeit der kleinen Nährstoffe ist recht unbekannt. Dazu gehören auch die Vitamine und Mineralstoffe. Sie alle arbeiten aufeinander abgestimmt. Ein Beispiel ist die Regulierung unseres Blutdrucks. Dabei spielt das Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium eine wichtige Rolle. Alle, die Lust auf mehr Wissen zu den kleinen Nährstoffen haben, lade ich herzlich ein, den Podcast „Gesund gehört“ Folge 5 und 6 einzuschalten.4

 

Quellen:

1 Max-Rubner Institut / Nationale Verzehrsstudie II: Ergebnisbericht, Teil 2, 2008.

2 Bundeszentrum für Ernährung / Die Ernährungspyramide / https://www.ble-medienservice.de/ernahrung/ernahrungspyramide/einfach-besser-essen.html

3 https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/degs-salzstudie.html

4 Gesund gehört. Der Podcast ist auf Youtube und bei allen gängigen Podcastanbietern verfügbar.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.