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3. Jul 2023

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Gesundheit

4 Volkskrankheiten

Journalist: Nadine Wagner

Alles rund um psychische Erkankungen, Diabetes, Gelenkerkrankungen und Bluthochdruck.

Bluthochdruck
In Deutschland leiden etwa 20 bis 30 Mio. Menschen an Bluthochdruck. Im Erwachsenenalter sind dabei tendenziell mehr Männer als Frauen betroffen – im Alter zwischen 40 und 49 Jahren ist es etwa jeder Fünfte. Die Krankheit wird oft rein zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt, da viele Menschen mit Bluthochdruck nur selten Beschwerden haben. Die regelmäßige Blutdruckmessung kann deshalb dazu beitragen, dass Bluthochruck frühzeitig erkannt wird, denn ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann mitunter zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Es gibt üblicherweise mehrere Faktoren, die Bluthochdruck begünstigen. Hierzu zählen das Alter, eine familiäre Veranlagung sowie ein jahrelanger ungesunder Lebensstil. Überdies belasten zu viele Pfunde wie auch zu wenig Bewegung Herz und Kreislauf. Wer sich im Alltag also regelmäßig bewegt – die WHO empfiehlt mind. 150 Minuten pro Woche – verbessert den Blutfluss. Bluthochdruck wird daher i. d. R. zunächst mit einer Lebensstiländerung hin zu einer vollwertigen, salzarmen Ernährung und körperlicher Bewegung behandelt. Lässt sich so keine ausreichende Blutdrucksenkung erreichen, müssen jedoch zusätzlich Medikamente eingenommen werden.
Foto: SHVETS production/pexels

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Gelenkerkrankungen
Ein plötzlich auftretender Schmerz im Gelenk, quälend wie Tausend Nadelstiche – so fühlt sich für viele Betroffene ein Gichtanfall an. Rund eine Million Menschen leben in Deutschland mit der Diagnose „Arthritis urica“, einer Stoffwechselstörung, bei der erhöhte Harnsäurewerte für starke Schmerzen in einer Vielzahl von Gelenken sorgen. Die allermeisten Patienten sind dabei männlich; der erste Anfall tritt oft um das 40. Lebensjahr herum auf. Meist beginnt die Erkrankung nachts mit Schmerzattacken im Großzehen-Grundgelenk, Knie- oder Sprunggelenk. Weitere Symptome sind u. a. Rötungen, Schwellungen und eine Überwärmung des Gelenks sowie Bewegungseinschränkungen. Die Ursache für Gichterkrankungen ist dabei genetisch bedingt. Neun von zehn Gichtpatienten leiden von Geburt an unter der Stoffwechselstörung, Mediziner sprechen dann von einer primären Gicht. Ob es zum Gichtanfall kommt, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Zu den klassischen Auslösern gehören ein anhaltend hoher Fleischkonsum, fruktosehaltige Lebensmittel, Bluthochdruck, die Einnahme von Diuretika sowie Übergewicht. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Dauerbehandlung ist daher eine Ernährungsumstellung nötig.
Foto: Erwans Socks/unsplash

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Diabetes mellitus
Typ-2-Diabetes (Diabetes mellitus) zählt in den Industrienationen zu den meistverbreiteten Volkskrankheiten. Die sog. „Zuckerkrankheit“ ist eine Stoffwechselerkrankung, die laut RKI überwiegend im Erwachsenenalter auftritt – mindestens jeder fünfte Erwachsene hat hierzulande auffällige Blutzuckerwerte. Die Ursache für Typ-2-Diabetes liegt in der Bauchspeicheldrüse, wo das lebenswichtige Hormon Insulin gebildet wird. Ist die Blutzucker-Konzentration dauerhaft zu hoch, werden Körperzellen resistent. Erste Anzeichen einer solchen Insulinresistenz sind vor allem sind Abgeschlagenheit und allgemeines Unwohlsein. Zwar ist die Neigung, an Diabetes zu erkranken, u. a. erblich bedingt, jedoch führt erst ein ungesunder Lebensstil zum Ausbruch der Krankheit. Insbesondere ein übermäßiger Konsum an „einfachen“ Kohlenhydraten führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Etwa die Hälfte aller Diabetiker können ihre Krankheit daher allein durch eine bewusste Ernährung sowie durch gezielte Bewegung zurückdrängen. Auf Weißmehl, Zucker und ungesättigte Fette sollte verzichtet werden, besser ist es, sich ballaststoffreich zu ernähren.
Foto: PhotoMIX Company/pexels

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Psychische Erkrankungen
Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an einer Depression. Die Krankheit kann dabei grundsätzlich Jeden treffen – insbesondere bei depressiven Männern können Wut, Gereiztheit und Aggressionen erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung sein. Neben diesen – eher untypischen – Symptomen, sind es vor allem Interessenverlust, eine allgemeine getrübte Stimmung, Antriebslosigkeit und Freudverlust, die auf eine Depression hindeuten. Männern fällt es jedoch oft schwerer als Frauen, Gefühlszustände wie Anspannung oder Traurigkeit wahrzunehmen. Grund hierfür ist das noch immer vorherrschende klassische Rollenbild des „starken Mannes“. Selbst anzuerkennen, dass man Hilfe benötigt, ist jedoch ein erster wichtiger Schritt und zeugt von großer Stärke. Es kann helfen, sich zunächst Freunden und Familie anzuvertrauen oder mit dem Hausarzt darüber zu reden, denn Depressionen können zur Vereinsamung beitragen und unbehandelt über Jahre bestehen bleiben. In der Regel tritt eine Depression gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen auf, z. B. Angst- oder Panikstörungen. Je früher Depressionen erkannt und behandelt werden, desto größer ist die Chance auf Heilung.
Foto: Yosi Prihantoro/unsplash

5. Jul 2024

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Gesundheit

Hautpflege im Sommer

## Sommer, Sonne, Sonnenschutz Im Sommer ist unsere Haut hoher UV-Strahlung, Hitze, Schweiss und Meer- oder Chlorwasser ausgesetzt, was zu schnellerem Austrocknen und Irritationen führen kann. Pflegecremes und Lotionen mit Hyaluronsäure helfen nachweislich, den Feuchtigkeitshaushalt zu verbessern. Nach dem Duschen empfiehlt sich ein After Sun Gel, oft mit Aloe Vera, das ebenfalls feuchtigkeitsspendend und hautberuhigend wirkt. Cremes mit Parabenen, Duftstoffen oder Silikonen sollten vermieden werden. Sonnenschutz ist ein Muss – auch bei bewölktem Himmel, da UV-Strahlen die Haut schädigen können. Auch im Schatten sollte Sonnencreme getragen werden, da UV-Strahlen reflektiert werden. Zudem profitieren unsere Füsse im Sommer von regelmässigen Peelings und dem Auftragen von Pflegelotionen mit Urea. ![pexels-karolina-grabowska-5240446.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_karolina_grabowska_5240446_94d8c1376d.jpg) ```Foto: Karolina Kamboopics/pexels``` ## Verjüngungskur aus der Tube Ab 30 Jahren zeigen sich meist die ersten Zeichen der Hautalterung, wie feine Linien auf der Stirn und Fältchen um die Augen. Falten lassen sich ohne operative Eingriffe nicht vollständig beseitigen, doch spezielle Kosmetika und Pflegeprodukte können Alterungsprozesse verlangsamen oder vorbeugen. Einer der besterforschten Anti-Aging-Wirkstoffe ist Retinol, der selbst tiefere Falten mildern kann, indem er die Zellerneuerung anregt und frische Zellen schneller an die Hautoberfläche bringt. Um freie Radikale zu bekämpfen, sind Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C und Niacinamid (Vitamin B3) wirksam. Diese fördern die Regeneration der Hautzellen und schützen vor oxidativem Stress. Zur Erhöhung der Hautspannkraft eignen sich zudem kollagenfördernde Signalstoffe wie Peptide, die den Kollagenaufbau anregen. Besonders effektiv ist ein ausreichender UV-Schutz, da bis zu 80 Prozent aller Falten durch Sonneneinstrahlung verursacht werden. UV-Strahlen führen zu irreversiblen Zellschäden, die Falten und Pigmentflecken verstärken.