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2. Okt 2023

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Gesundheit

Bedeutung von Nachhaltigkeit in Babyprodukten

Journalist: Julia Butz

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Foto: The Nix Company/unsplash

Eltern streben nach dem Besten für ihre Babys und das schließt die Wahl der richtigen Kleidung, Spielzeuge, Nahrung und Pflegeprodukte ein. Nachhaltige Optionen bieten nicht nur Umweltfreundlichkeit und ethische Verantwortung, sondern schützen die Gesundheit der Kleinen, fördern Langlebigkeit und minimieren Umweltauswirkungen.

Bio-Babykleidung
Alle Eltern möchten das Beste für ihr Baby. Dazu gehört auch die Wahl der richtigen Babykleidung. Entscheidet man sich für nachhaltige Babymode, ist das nicht nur umweltfreundlich und ethisch korrekt, sondern langlebiger, pflegeleichter und die Kleinen werden vor möglichen Allergien und Hautreizungen geschützt. Denn konventionelle Kleidung aus Massenproduktion wird oft mit künstlichen Farbstoffen behandelt. Synthetische Materialien wie Polyester können bei der Wäsche Mikroplastik freisetzen. Nachhaltige Babykleidung wird hingegen bevorzugt aus natürlichen Fasern und schadstofffreien Farben hergestellt. Faire Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung für die Menschen, die an der Herstellung beteiligt sind, gehören ebenso dazu. Um sicherzugehen, dass es sich um nachhaltige Materialien und Herstellungsprozesse handelt, helfen Zertifikate wie Global Organic Textile Standard, Fairtrade oder das Öko-Tex-Siegel. Aber es muss auch nicht immer neu sein. Second Hand ist „in“! Also ab auf den Tauschbasar: Schont den Geldbeutel, Ressourcen und etwaige Giftstoffe sind schon längst rausgewaschen.

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Foto: Soraya Irving/unsplash

Nachhaltiges Spielzeug
Babys lieben es, Dinge in die Hand oder in den Mund zu nehmen. Rassel, Stofftier, Spieltuch und anderen Gefährten wollen einfach beständig gedrückt, geknuddelt und angeknabbert werden. Besser, wenn es sich dabei um reine Naturmaterialien handelt. Ökospielzeug wird aus gesundheitlich unbedenklichen und hautfreundlichen Naturmaterialien, ohne Plastik und chemische Stoffe sowie frei von schädlichen Substanzen oder Weichmachern gefertigt. Viele der Hersteller nachhaltiger Kinderspielzeuge produzieren in Deutschland oder Europa, z. B. mit aus nachhaltigem Anbau stammenden Hölzern und unter fairen Arbeitsbedingungen. Neben Produktionsbedingungen und Produktqualität soll das Spielzeug aber auch pädagogisch wertvoll, möglichst langlebig und fantasieanregend sein. Insbesondere bei Spielzeug lohnt es sich, in Qualität und Nachhaltigkeit zu investieren. Warum also dabei nicht auch die Umweltbelastung minimieren und ethisch vertretbare Betriebe unterstützen? Wer lieber nur etwas Zeit investieren möchte, der macht Babys Lieblingssache einfach selbst, z. B. das DIY-Schnuffeltuch aus Stoffresten.

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Foto: Phong Duong/unsplash

Ökologische Babynahrung
Babymahlzeiten in Bioqualität sind immer eine gute Entscheidung. Da ist es ganz egal, ob die Beikost selbst hergestellt wird oder man fertige Gläschen kauft. Es kommt immer auf die Zutaten an. Denn die sollten möglichst reich an Nährstoffen und Vitaminen und ohne Gentechnik erzeugt worden sein. Bioprodukte weisen aufgrund des geringeren Wasseranteils zudem viel mehr Nährstoffe auf – und gleichzeitig weniger Schadstoffe. Dies können Rückstände von Pestiziden oder anderen Pflanzenschutzmitteln sein. Insbesondere da das Immunsystem von Säuglingen noch nicht besonders ausgebildet ist, haben diese Dinge in Babynahrung wirklich nichts zu suchen. Auch Milch- und Breipulver sollten aus bio-zertifizierten Zutaten (das gilt auch für Palmöl) aus Biolandbau stammen und streng schadstoffgeprüft sein. Rundum nachhaltig wirds, wenn Herstellungsprozess und Lieferkette transparent nachverfolgt werden können und sich der erzeugende Betrieb für ein Mehr im Tierschutz einsetzt. Bei selbst gemachten Breimahlzeiten saisonales und regionales Obst und Gemüse vom Wochenmarkt oder aus dem Unverpacktladen nutzen.

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Foto: Picsea/unsplash

Natürliche Babypflege
Bei nachhaltiger und natürlicher Babypflege können ungewollte Inhaltsstoffe draußen bleiben: 0 % Mikroplastik, 0 % Erdöl und 0 % allergene Duftstoffe bekommen Bestnoten. Dafür sollten 100 % pflanzliche Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs drin sein und die Herstellung ohne Tierversuche auskommen. Nachhaltige Babypflegeprodukte sind ganz auf die Bedürfnisse von Neugeborenen abgestimmt. Von der Sonnencreme für sensible Babyhaut, der Pflegemilch für angenehme Feuchtigkeit oder der beruhigenden Creme für den Wundschutz. Grundsätzlich gilt: Weniger reinigen, mehr pflegen. Und auf Feuchttücher besser verzichten. Denn sie enthalten oftmals Duftstoffe, Tenside oder Parabene – Inhaltsstoffe, die, wenn sie auf dem Müll und in der Umwelt landen, nicht abbaubar sind. Auch sollte bei diesen Stoffen der Kontakt mit den Schleimhäuten vermieden werden. Was nicht immer einfach ist, da sich Babys oft ins Gesicht fassen. Nachhaltige Alternative: der gute alte Waschlappen. Mit etwas Wasser und Öl getränkt, wird empfindliche Babyhaut sanft gereinigt und man hat auch keinen überflüssigen Müll produziert.

5. Jul 2024

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Gesundheit

Hautpflege im Sommer

## Sommer, Sonne, Sonnenschutz Im Sommer ist unsere Haut hoher UV-Strahlung, Hitze, Schweiss und Meer- oder Chlorwasser ausgesetzt, was zu schnellerem Austrocknen und Irritationen führen kann. Pflegecremes und Lotionen mit Hyaluronsäure helfen nachweislich, den Feuchtigkeitshaushalt zu verbessern. Nach dem Duschen empfiehlt sich ein After Sun Gel, oft mit Aloe Vera, das ebenfalls feuchtigkeitsspendend und hautberuhigend wirkt. Cremes mit Parabenen, Duftstoffen oder Silikonen sollten vermieden werden. Sonnenschutz ist ein Muss – auch bei bewölktem Himmel, da UV-Strahlen die Haut schädigen können. Auch im Schatten sollte Sonnencreme getragen werden, da UV-Strahlen reflektiert werden. Zudem profitieren unsere Füsse im Sommer von regelmässigen Peelings und dem Auftragen von Pflegelotionen mit Urea. ![pexels-karolina-grabowska-5240446.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_karolina_grabowska_5240446_94d8c1376d.jpg) ```Foto: Karolina Kamboopics/pexels``` ## Verjüngungskur aus der Tube Ab 30 Jahren zeigen sich meist die ersten Zeichen der Hautalterung, wie feine Linien auf der Stirn und Fältchen um die Augen. Falten lassen sich ohne operative Eingriffe nicht vollständig beseitigen, doch spezielle Kosmetika und Pflegeprodukte können Alterungsprozesse verlangsamen oder vorbeugen. Einer der besterforschten Anti-Aging-Wirkstoffe ist Retinol, der selbst tiefere Falten mildern kann, indem er die Zellerneuerung anregt und frische Zellen schneller an die Hautoberfläche bringt. Um freie Radikale zu bekämpfen, sind Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C und Niacinamid (Vitamin B3) wirksam. Diese fördern die Regeneration der Hautzellen und schützen vor oxidativem Stress. Zur Erhöhung der Hautspannkraft eignen sich zudem kollagenfördernde Signalstoffe wie Peptide, die den Kollagenaufbau anregen. Besonders effektiv ist ein ausreichender UV-Schutz, da bis zu 80 Prozent aller Falten durch Sonneneinstrahlung verursacht werden. UV-Strahlen führen zu irreversiblen Zellschäden, die Falten und Pigmentflecken verstärken.