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12. Jun 2024

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Gesundheit

Beste Zähne im besten Alter

Journalist: Nadine Wagner

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Foto: Nadezhda Moryak/pexels

Kronen, Brücken, Prothesen & Co.: Zahnersatz ist oft eine kostspielige Angelegenheit. Viele Patienten reisen daher für solche Behandlungen gerne ins Ausland.

Eine angemessene Zahnhygiene und gute Zahnpflegegewohnheiten sind in jedem Alter wichtig. Nichtsdestotrotz ist insbesondere Parodontitis – eine Entzündung des Zahnbetts – unter Best Agern weit verbreitet: Statistiken zeigen, dass neun von zehn Menschen ab 65 Jahren mindestens einmal von dieser Erkrankung betroffen sind. Die ersten Anzeichen sind dabei oft unscheinbar: geschwollenes Zahnfleisch oder Zahnfleischbluten. Jene Warnsignale sollten jedoch ernstgenommen werden; in der Regel empfehlen Zahnärztinnen und Zahnärzte zunächst eine Intensivierung der Mundhygiene sowie eine professionelle Zahnreinigung.

Eine unbehandelte Parodontitis kann mitunter zu Zahnverlust führen, der wiederum kostspielige Zahnersatzmaßnahmen erfordert. Während gesetzlich Versicherte seit 2020 einen höheren Zuschuss von ihrer Krankenkasse auf die sog. Regelversorgung erhalten, bleiben Zusatzleistungen wie Keramikkronen weiterhin kostspielige Extras – die Gesamtkosten können hier bis zu 3.500 Euro betragen. Je nach Material, Art und Umfang der Versorgung fallen demnach schnell vierstellige Summen an.

Eine mögliche Option, die Kosten einer solchen Maßnahme erheblich zu senken, ist die Herstellung des Zahnersatzes im Ausland. Mehrere, meist kleine Studien kamen hier zu dem Ergebnis, dass es häufig keine signifikanten Qualitätsunterschiede zwischen ausländischem und vor Ort gefertigtem Zahnersatz gibt. Eine enge Absprache mit dem Zahnarzt oder der Zahnärztin ist allerdings unerlässlich. Darüber hinaus sollte idealerweise mit einem deutschen Kooperationslabor zusammengearbeitet werden, sodass ggf. Nachbesserungen vorgenommen werden können. Denn: Änderungen an ausländischem Zahnersatz sind in Deutschland oft nicht möglich und auch die Krankenkasse kommt in solchen Fällen nicht für etwaige Kosten auf. Letztlich bleibt es eine individuelle Entscheidung, ob die Option des Zahnersatzes im Ausland die beste Wahl für die eigene Zahngesundheit und finanzielle Situation darstellt.

Interessanter Fakt

Regelversorgung bezeichnet die von allen gesetzlichen Kassen vereinbarte kostengünstige Basisversorgung, die alle nötigen Leistungen abdeckt – und zwar von der Einzelzahnlücke bis zur Vollprothese. Sie wird stets wissenschaftlich überprüft und ist keinesfalls minderwertig.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.