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1. Okt 2024

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Gesundheit

Darmgesundheit in den Wechseljahren – nachgefragt – mit Susanne Fuhrländer

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Alicia Harper/pixabay, Presse

Im Gespräch mit Ernährunsgwissenschaftlerin Susanne Fuhrländer.

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Susanne Fuhrländer, Science Communication and Education for Health Care Professionals, Yakult Deutschland GmbH

Über die Wechseljahre ist noch lange nicht alles gesagt, oder? Definitiv. Die Wechseljahre sind offenbar nach wie vor ein Tabu-Thema. Wir haben in Zusammenarbeit mit der forsa eine repräsentative Befragung zum Thema Wechseljahre und Darmmikrobiom mit über tausend Frauen im Alter von 40 bis 55 Jahren durchgeführt. Rund jede zweite Frau fühlt sich „weniger gut“ oder „schlecht“ über das Thema informiert.

Mit dem Sinken der Hormone Östradiol und Progesteron in den Wechseljahren nimmt auch die Diversität der Darmbakterien ab.

Was sollten Frauen darüber wissen? Mit dem Sinken der Hormone Östradiol und Progesteron in den Wechseljahren nimmt auch die Diversität der Darmbakterien ab. Ein Rückgang dieser Hormone kann die Darmwand durchlässiger machen, was es Viren und Bakterien leichter macht, diese zu passieren.

Machen Probiotika dann Sinn? Ja, Probiotika, insbesondere aus der Gruppe der Laktobazillen und Bifidobakterien, kommen lebend im Darm an und erhöhen dort die Anzahl der guten Bakterien. Beim Kauf von probiotischen Produkten sollte darauf geachtet werden, dass der enthaltene Bakterienstamm sowie die Anzahl an lebenden Kulturen auf der Verpackung angegeben sind.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.