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6. Aug 2020

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Gesundheit

Digitale Helferlein brauchen Kontrolle

Journalist: Armin Fuhrer

Gesundheits-Apps zu entwickeln ist eine komplizierte Herausforderung. Tests sollten niemals vom Entwickler der App selbst durchgeführt werden.

Der Name klingt kompliziert, aber tatsächlich soll das im Dezember 2019 verabschiedete „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale Versorgungs-Gesetz)“ (DVG) bei Deutschlands Patienten für viele Erleichterungen sorgen. Denn damit wird die Nutzung von Gesundheits-Apps auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Um das so unbürokratisch wie möglich zu machen, hat die Bundesregierung den Zugang für die Hersteller erleichtert. 

Doch gerade das, was im Alltag für die Nutzer leicht zu handhaben sein soll, stellt für die Entwickler eine echte Herausforderung dar. Denn die digitalen Helferlein müssen korrekt funktionieren und sie dürfen keine Informationen über den Nutzer weitergeben, die dieser nicht weitergeben möchte. Sie müssen also auch dem gelten-den Recht entsprechen und natürlich auch Datenschutz und -sicherheit berücksichtigen. Hersteller erklären oft, dass ihre Produkte natürlich allen Ansprüchen gerecht werden. Allerdings sind solche Selbsterklärungen nicht immer ausreichend, wie der Umgang mit Dieselautos gezeigt hat.

Ein gründliches Testen und Protokollieren der Testergebnisse der Apps durch Dritte ist unumgänglich. Damit Entwickler und Hersteller bei den ständigen Neuerungen nicht völlig den Boden unter den Füßen verlieren, ist eine gründliche, toolbasierte Anforderungsanalyse nötig. Kann der Entwickler die aktuellen Anforderungen automatisch in Produktentwicklung und Testspezifikation nutzen, vermeidet er Lücken im Produkt und hat gleichzeitig eine gute Grundlage für ausreichenden Umfang und Tiefe der Tests. Die häufig nötige Abwägung der Prüfer, wie oft man Tests wiederholen sollte, wird erleichtert, wenn sie automatisch von Maschinen erledigt werden. 

Es sollte unbedingt vermieden werden, dass der Entwickler zugleich auch als Tester auftritt, denn in diesem Fall begibt er sich bei Apps für die Telematikinfrastruktur schnell in unbekannte Gewässer. Denn man stößt bei diesen Prüfungsvorgängen zwangsläufig auf viele Themen, die nur entfernt mit der eigenen App zu tun haben. So ist beispielsweise die Umsetzung der PACE-Sicherheitsprotokolle, die die kontaktlose Anbindung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) über Near-Field-Communication (NFC) verlangt, kompliziert. Diese Funktion zu testen und transparent zu dokumentieren, benötigt sehr spezielles Wissen, welches sich in modernen Testsuites befinden sollte. Auch die Steuerung, Überwachung und Manipulation aller Komponenten, die nicht unmittelbar Bestandteil des zu testenden Produkts sind, sollten als Simulation zur Verfügung stehen, damit jeder Tester die komplette Laufzeitumgebung des Produkts zur eigenen Verfügung hat. Schon diese Beispiele zeigen, dass es kompliziert ist, eine App zu entwickeln, die das Leben einfacher machen soll.

18. Mär 2026

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Gesundheit

Ungewollt kinderlos

Für viele Paare gehört der Wunsch nach einem eigenen Kind fest zum Lebensplan. Doch bei rund 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland bleibt dieser Wunsch unerfüllt¹. Damit beginnt für viele nicht nur ein körperlich, sondern auch emotional herausfordernder Weg. Untersuchungen, Behandlungszyklen, hormonelle Messwerte, Wartezeiten – der Gedanke an ein Baby bestimmt den Alltag. Das eigentliche Leben gerät dabei oft in eine Warteschleife. Urlaube lassen sich kaum planen; der nächste Karriereschritt? Scheint mit einer kommenden Schwangerschaft nur schwer vereinbar. Auch die finanzielle Seite ist belastend. Wiederholte Fruchtbarkeitsbehandlungen bedeuten erhebliche Kosten. Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. In dieser schwierigen Situation spielt begleitende psychotherapeutische Unterstützung eine zentrale Rolle. Wenn man sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Ratlosigkeit und tiefer Trauer nach der nächsten Fehlgeburt irgendwann fragt: Bin ich genug, auch ohne Kind? Was erfüllt mein Leben, auch wenn ich keine Mutter bin? >Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. Die Ursachen dafür, warum eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt, können komplex sein und sind nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher suchen viele Paare ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik nach Wegen, um die Voraussetzungen für eine Empfängnis ganzheitlich zu fördern, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Naturheilkundliche Ansätze können dabei wertvolle Impulse geben. So kann Akupunktur im Rahmen einer IVF (In-vitro-Fertilisation) den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, in dem sie bei Männern die Spermienqualität verbessert und bei Frauen die Funktion der Eierstöcke unterstützt. Ganzheitliche Therapiekonzept verbinden unterschiedlichste Behandlungen um körpereigene Prozesse zu harmonisieren, von der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über Mikronährstoff- und Ordnungstherapien bis hin zu therapeutischen Massagen. Ebenso können Achtsamkeitstraining, Yoga oder Entspannungsverfahren helfen, Druck abzubauen und das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren. Wenn IVF dann sprichwörtlich gefruchtet hat, wird das Wunder des entstehenden Lebens erst richtig bewusst. Ein unerfüllter Kinderwunsch bleibt eine vielschichtige Herausforderung, die medizinische, emotionale und soziale Aspekte gleichermaßen berührt. Unterstützungsangebote können Paare entlasten und ihnen helfen, den Weg durch Diagnostik und Behandlung selbstfürsorglicher zu gestalten. Letztlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu erkennen – und liebevoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehört die Offenheit für das, was möglich ist, aber auch die Akzeptanz für das, was nicht. ¹ Quelle: Deutsches IVF-Register (Jahresbericht 2024)

29. Jan 2026

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Gesundheit

Ayurveda – Personalisierte Prävention – mit Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences

![naturhotel_chesa_valisa_dr.dinu_spa_lächeln_gerader_blick_nah_holzwand Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/naturhotel_chesa_valisa_dr_dinu_spa_laecheln_gerader_blick_nah_holzwand_Online_006187468b.jpg) ``` Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences ``` **Was verrät die Konstitutionsbestimmung?** Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen. Sie gibt Aufschluss über körperliche und mentale Stärken und Schwächen sowie über typische Reaktionen auf Stress, Ernährung und Lebensweise. Auf dieser Grundlage wählen Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Heilungsansatz individuell – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die persönlichen Eigenschaften der behandelten Person. **Warum ist es wichtig zu wissen, welchem Dosha-Typ man angehört?** Dieses Wissen ist die Grundlage jeder ayurvedischen Empfehlung. Nur so können Ernährung, Tagesrhythmus, Anwendungen und Lebensstil wirklich individuell abgestimmt werden – für Balance, Gesundheit und inneren Frieden. **Wie fühlen Sie die Beschwerden der Behandelten?** Ich spüre mit den Händen, sehe mit den Augen – aber vor allem höre ich zu. Durch Pulsdiagnose, Gespräch und Beobachtung erfasse ich nicht nur Symptome, sondern erkenne auch die tieferen Zusammenhänge. >Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen