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16. Jun 2023

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Gesundheit

Ein entspannter Körper bleibt ein junger Körper

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: Jd Mason/unsplash

Anfangs spürt man nur morgens seinen verspannten, steifen Körper. Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind ungelenk und holprig, die Beine sind steif, die Bewegungsfähigkeit einige Minuten eingeschränkt.

Mit zunehmendem Alter verlängert sich jedoch bei vielen Menschen dieser steife Zustand, sie verhärten regelrecht. Können nicht mehr aus dem Stand mit den Fingern den Boden berühren, können sich nicht mehr auf ihre Fersen setzen, haben immer größere Schwierigkeiten beim Bücken, haben Probleme beim Treppensteigen und beim Drehen des Kopfes – was sie am Steuer zum Sicherheitsrisiko macht.

Doch das ist kein Naturgesetz. Wer bereits vor der immer weiter fortschreitenden Versteifung für ausreichend Entspannung und Dehnung sorgt, kann bis ins hohe Alter beweglich und flexibel bleiben, Ausdauersport betreiben, spielend einen Kopfstand machen. Beweise dafür sieht man an unzähligen weißhaarigen Teilnehmern an Marathonveranstaltungen und Yogafestivals. Faszinierend, mit welcher Freude Menschen, die bereits seit über 70 Jahren leben, so kraftvoll und beweglich, so jung sein können. 

Mindestens so wichtig wie die Anspannung ist dabei die Entspannung, die man mit zunehmendem Lebensalter weitaus mehr in den Fokus rücken sollte. So ist es nicht selten der Fall, dass Waden und Oberschenke bereits nach einem kürzeren Spaziergang gedehnt und entspannt werden müssen, weil sie sonst verhärten – und zwar nicht nur ein paar Sekunden lang. Um die Beweglichkeit und Entspannung des Rumpfes zu erhalten, sind Yogaübungen, Asanas, sehr hilfreich. Sie sorgen ganz nebenbei auch für gut funktionierende Organe, weil auch diese durch Yoga aktiviert, also stärker durchblutet und entspannt werden. Allein die tägliche Ausübung des Sonnengebets kräftigt und entspannt den Körper ungemein.  

Neben Yoga ist progressive Muskelentspannung eine gute Möglichkeit, das Bewusstsein für seinen Körper zu stärken und zu spüren. Hier werden schrittweise alle Muskelgruppen, vom Armen und Beinen bis über den Rumpf und den Kopf, für ein bis zwei Minuten angespannt und danach für drei bis vier Minuten entspannt. Dadurch nimmt man plötzlich wahr, wie sehr man oft unbewusst Schultern, Nacken oder Kiefer anspannt und verkrampft.   

Gut entspannen lässt sich auch bei autogenem Training und Meditation. Für den Anfang eignen sich hierzu auch Audibles oder Videos auf YouTube – denn sich alleine hinzusetzen und versuchen, alle Gedanken loszulassen, ist für viele Menschen erst einmal schwierig. Nach einer Weile geht es ohne Hilfsmittel, dann hat der Geist gelernt, loszulassen und zur Ruhe zu kommen.

Denn körperliche Entspannung geht immer einher mit geistiger Entspannung. Diesen Effekt spürt man auch bei Massagen, die man sich regelmäßig gönnen sollte. Wichtig ist, sich unter den Händen des Massierenden wohlzufühlen und die Umgebung zu mögen: Temperatur und Akustik spielen dabei auch eine Rolle. 

Auch der Gang in die Sauna oder in die Infrarotkabine entspannt, sofern man sich von anderen Anwesenden nicht gestresst fühlt.

Wer seinen Körper liebt, achtet auf ihn und entspannt ihn aktiv. Und kann dadurch bis ins hohe Alter jung und schmerzfrei bleiben.

18. Mär 2026

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Gesundheit

Ungewollt kinderlos

Für viele Paare gehört der Wunsch nach einem eigenen Kind fest zum Lebensplan. Doch bei rund 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland bleibt dieser Wunsch unerfüllt¹. Damit beginnt für viele nicht nur ein körperlich, sondern auch emotional herausfordernder Weg. Untersuchungen, Behandlungszyklen, hormonelle Messwerte, Wartezeiten – der Gedanke an ein Baby bestimmt den Alltag. Das eigentliche Leben gerät dabei oft in eine Warteschleife. Urlaube lassen sich kaum planen; der nächste Karriereschritt? Scheint mit einer kommenden Schwangerschaft nur schwer vereinbar. Auch die finanzielle Seite ist belastend. Wiederholte Fruchtbarkeitsbehandlungen bedeuten erhebliche Kosten. Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. In dieser schwierigen Situation spielt begleitende psychotherapeutische Unterstützung eine zentrale Rolle. Wenn man sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Ratlosigkeit und tiefer Trauer nach der nächsten Fehlgeburt irgendwann fragt: Bin ich genug, auch ohne Kind? Was erfüllt mein Leben, auch wenn ich keine Mutter bin? >Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. Die Ursachen dafür, warum eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt, können komplex sein und sind nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher suchen viele Paare ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik nach Wegen, um die Voraussetzungen für eine Empfängnis ganzheitlich zu fördern, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Naturheilkundliche Ansätze können dabei wertvolle Impulse geben. So kann Akupunktur im Rahmen einer IVF (In-vitro-Fertilisation) den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, in dem sie bei Männern die Spermienqualität verbessert und bei Frauen die Funktion der Eierstöcke unterstützt. Ganzheitliche Therapiekonzept verbinden unterschiedlichste Behandlungen um körpereigene Prozesse zu harmonisieren, von der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über Mikronährstoff- und Ordnungstherapien bis hin zu therapeutischen Massagen. Ebenso können Achtsamkeitstraining, Yoga oder Entspannungsverfahren helfen, Druck abzubauen und das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren. Wenn IVF dann sprichwörtlich gefruchtet hat, wird das Wunder des entstehenden Lebens erst richtig bewusst. Ein unerfüllter Kinderwunsch bleibt eine vielschichtige Herausforderung, die medizinische, emotionale und soziale Aspekte gleichermaßen berührt. Unterstützungsangebote können Paare entlasten und ihnen helfen, den Weg durch Diagnostik und Behandlung selbstfürsorglicher zu gestalten. Letztlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu erkennen – und liebevoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehört die Offenheit für das, was möglich ist, aber auch die Akzeptanz für das, was nicht. ¹ Quelle: Deutsches IVF-Register (Jahresbericht 2024)

29. Jan 2026

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Gesundheit

Ayurveda – Personalisierte Prävention – mit Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences

![naturhotel_chesa_valisa_dr.dinu_spa_lächeln_gerader_blick_nah_holzwand Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/naturhotel_chesa_valisa_dr_dinu_spa_laecheln_gerader_blick_nah_holzwand_Online_006187468b.jpg) ``` Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences ``` **Was verrät die Konstitutionsbestimmung?** Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen. Sie gibt Aufschluss über körperliche und mentale Stärken und Schwächen sowie über typische Reaktionen auf Stress, Ernährung und Lebensweise. Auf dieser Grundlage wählen Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Heilungsansatz individuell – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die persönlichen Eigenschaften der behandelten Person. **Warum ist es wichtig zu wissen, welchem Dosha-Typ man angehört?** Dieses Wissen ist die Grundlage jeder ayurvedischen Empfehlung. Nur so können Ernährung, Tagesrhythmus, Anwendungen und Lebensstil wirklich individuell abgestimmt werden – für Balance, Gesundheit und inneren Frieden. **Wie fühlen Sie die Beschwerden der Behandelten?** Ich spüre mit den Händen, sehe mit den Augen – aber vor allem höre ich zu. Durch Pulsdiagnose, Gespräch und Beobachtung erfasse ich nicht nur Symptome, sondern erkenne auch die tieferen Zusammenhänge. >Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen