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31. Mär 2023

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Gesundheit

Ein Ticketgeschenk im Osternest

Journalist: Theo Hoffmann

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Foto: cottonbro studio/pexels

Viele gut gemeinte Geschenke wie Kleidungs- oder Dekorationsstücke werden nie benutzt. Ein Ticketgeschenk jedoch landet viel seltener in einer Schublade.

Viele Menschen würden wahnsinnig gern einmal ein großes Konzerthaus, ein Musical oder eine weltbekannte Schauspielbühne besuchen, ergreifen aber selbst nie die Initiative dazu. Es fehlt der Impuls dazu, vielleicht auch die Frage, welches Kulturereignis einen selbst am besten begeistern könnte. Vielleicht aber fehlt auch nur das Zutrauen, wie man ein Reise dorthin am besten organisiert. Gerade solchen Menschen könnte man zu Ostern, aber auch zu allen anderen großen Festen inklusive dem Geburtstag mit einem Ticketgeschenk eine Riesenfreude bereiten. Der ein oder andere von uns hat bestimmt selbst schon einmal unvergessliche Theatererlebnisse gehabt, die er gern mit der Familie teilen würde. Gerade die engeren Verwandten und Freunde können am besten beurteilen, welche Stücke oder Konzerte sich für ihre Lieben eignen. Und wenn dann vielleicht eine Fado-Sängerin irgendwo Erinnerungen an einstige Aufenthalte in Portugal weckt oder ein alter Fernsehstar aus dem „Tatort“ mal die Schauspielbühne wiederentdeckt, werden viele durch so ein Geschenk aus ihrem Alltagstrott gerissen. Verbinden lassen sich solche Ticketgeschenke ja auch als Komplett-Package inklusive Anreise und Unterkunft am Zielort.

Viele große Metropolen werden für solche Reisen von spezialisierten Busunternehmen angefahren, die ihre Gäste sicher an den Veranstaltungsort bringen und dort auch oft unmittelbar vor dem Ausgang abholen, wieder heimfahren oder in einer Unterkunft zur Übernachtung absetzen. Manchmal ist eine solche Reise auch dazu geeignet, noch ein wenig mehr auf ein solches Ticketgeschenk „draufzusatteln“. Wer etwa nach Prag oder Wien, nach Hamburg oder München reisen darf, hat gleich eine ganze Reihe weiterer Sightseeing-Angebote im Gepäck.

Zweifellos sind bei der Wahl solcher Ticketgeschenke und Reisen seriöse Anbieter die beste Wahl. Gerade bei sehr teuren Konzerten und Veranstaltungen, für die die Tickets teilweise schon ein Jahr im voraus quasi ausverkauft sind, tummeln sich im Internet Angebote, die man lieber meiden sollte. Oft kann man sich nicht sicher sein, ob ein digital erworbenes Ticket bei Privatanbietern auch wirklich Gültigkeit besitzt. Beim Erwerb eines solchen gut gemeinten Geschenks kann die Enttäuschung dann unendlich groß sein. Bei jedem Live-Event kann zudem ja auch mal was schiefgehen. Wenn eine Veranstaltung mal unvorhergesehen ausfallen sollte, hat man bei seriösen Anbietern dann immer die Garantie einer Ersatzleistung.

Wie aber bekommt man nun heraus, was einen geliebten Menschen vielleicht am meisten erfreuen könnte? Dazu muss man ihm nur gut zuhören und vielleicht auch mal nachfragen, wenn er von seinen Eindrücken erzählt. Oft ist man dann ganz überrascht, dass eine bestimmte Musikrichtung, die man zuvor gar nicht mit dem zu Beschenkenden in Verbindung gebracht hat, ihn einmal so bewegt hat. Oft ist man überrascht, wenn man erfährt, dass die Oma oder der Opa früher einmal in Dixieland-Kneipen Jazzsessions bis tief in die Nacht besucht haben. Oder man wundert sich darüber, dass sich eine gute Freundin oder ein guter Freund für Avantgarde-Musik interessiert und liebend gern mal ein Festival für zeitgenössische Musik besuchen würde. Das Leben ist eben voller Überraschungen.

Ticketgeschenke haben einen ideellen Wert. Sie zeigen, wie sehr der Schenkende den Beschenkten wertschätzt und sich bemüht hat, dessen Vorlieben und Leidenschaften zu treffen. Oft verschenkt man mit einem Konzert- oder Theaterbesuch ein unvergessliches Erlebnis, das viel mehr wert sein kann als ein Gegenstand.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.