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13. Dez 2024

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Gesundheit

Für eine unbeschwerte Zukunft

Journalist: Julia Butz

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Foto: Shvets Production/pexels

Die Vorsorge kann auch ab 50 Plus noch aufpoliert werden – es ist nie zu spät, noch etwas zur Aufbesserung und Absicherung der Finanzen im Alter zu tun.

Versicherungspolicen unterstützen dabei, sich vor den finanziellen Folgen möglicher unwägbarer oder auch absehbarer Risiken zu schützen. Wer durch einen Unfall oder Krankheit der gewohnten Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen kann, kann sich zur Absicherung der menschlichen Arbeitskraft mit einer Versicherungsvorsorge vor Arbeitsunfähigkeit schützen. Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen greifen dort, wo die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht ausreichen würde, um den eigenen Lebensstandard zu halten.

Dies gilt ebenso für den gesetzlichen Rentenanspruch, der für viele Betroffene nur für die Grundversorgung mit dem Nötigsten ausreichen wird. Um sich gegen finanzielle Einschränkungen im Alter abzusichern, ist die private Renten- und Pflegeversicherung ein wesentlicher Bereich der Vorsorge. Die monatlichen Rentenzahlungen aus der privaten Rentenversicherung ergänzen die gesetzliche Altersrente; die private Pflegeversicherung übernimmt mögliche Heil- und Pflegekosten bei Pflegebedürftigkeit. Denn auch für die Übernahme der teils hohen Kosten einer ambulanten oder stationären Pflege reicht die Beteiligung der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht aus. Insbesondere, da durch die geburtenstarken Jahrgänge um 1955 bis 1968 die Anzahl der Pflegebedürftigen weiter zunimmt und eine steigende Lebenserwartung die Leistungsdauer voraussichtlich verlängern wird.

Auch die Absicherung der finanziellen Aufwände im eigenen Todesfall ist ein wichtiger Faktor in der Vorsorge. Bei der Sterbegeldversicherung werden die Hinterbliebenen im Todesfall mit einer Einmalzahlung für die Aufwände der Beerdigung unterstützt. Berechtigten Angehörigen bzw. die in der Versicherung festgelegten Begünstigten können die Summe für die Bestattungskosten, Aufwände für die Trauerfeier, den Grabstein oder die spätere Grabpflege verwenden oder für die Überführung eines Verstorbenen aus dem Ausland nutzen. Alle Leistungen aus einer privaten Sterbegeldversicherung sind einkommensteuerfrei. Laut Bestattungsgesetz sind die Angehörigen verpflichtet, für eine Bestattung zu sorgen und alle damit verbundenen Kosten zu übernehmen. Die Sterbegeldversicherung stellt somit eine erhebliche Erleichterung für die Familie dar. Und bietet gleichzeitig Möglichkeit für den Versicherten, die Beisetzung zu Lebzeiten nach den eigenen Vorstellungen zu planen. Die Versicherungssumme kann dabei frei festgelegt werden. Je nach Versicherungsanbieter können variable Modelle der Beitragszahlung vereinbart werden. Beispielweise mit einer monatlichen Reduzierung der Beitragssumme, abhängig vom Alter des Versicherten bzw. gestaffelt nach Beitragszahldauer. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Sterbevorsorge als Einmalzahlung beim Versicherer zu hinterlegen.

Eine Risikolebensversicherung kann eine Alternative zur Sterbeversicherung sein. Sie leistet ebenfalls im Todesfall, muss aber in der Regel schon in früheren Jahren abgeschlossen werden, da die Altersgrenzen dort niedriger sind. Auch die Risikolebensversicherung schützt die Hinterbliebenen vor finanziellen Verlusten. Nicht zu verwechseln mit der Lebensversicherung, die mit Erreichen eines vorab festgelegten Alters und im Todesfall leistet.

 

Seit 2004 wurde das gesetzliche Sterbegeld zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen abgeschafft. Sterbegeld gehört somit nicht mehr zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Nach § 31. A1 des Bestattungsgesetzes müssen Angehörige für die Bestattung und die anfallenden Kosten sorgen.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.