Ein Tisch voll mit gesundem Essen

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26. Mär 2024

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Gesundheit

Geballte Proteinpower

Journalist: Julia Butz

Fußballprofi Yann Sommer schwört auf eine gesunde, proteinreiche Sport-Ernährung, die auch mal fleischfrei sein darf.

Jeder, bei dem die Muskeln eher nicht das Gelbe vom Ei sind, hat sich bestimmt schon einmal gefragt, wie man seinem Körper vor oder nach dem Sport mit der richtigen Ernährung noch einen extra Boost verpassen kann. Für Fussballprofi Yann Sommer ist das keine Frage: Proteine! Der Schweizer Torhüter, der mit dem FC Basel viermal hintereinander Schweizer Meister und mehrfach zum Schweizer Nationalspieler des Jahres gewählt wurde, kennt die Power tierischer und pflanzlicher Proteine und hat nie einen Hehl daraus gemacht, wie wichtig ihm das Thema Ernährung ist.

Denn für jeden Sportler gilt: Der Körper ist das Kapital – und braucht den passenden Treibstoff. Neben Kohlenhydraten und Fetten als Energielieferanten sind Proteine die wichtigsten Nährstoffe. Sie stärken nach intensivem Workout und helfen beim Regenerieren. Insbesondere nach einem harten Trainingstag, wenn Muskelkater und Verspannungen drohen, helfen Proteine, also Eiweisse, dem Körper dabei, sich schneller zu holen. Viele denken, das Wundermittel stecke nur in Fleisch, Fisch, Eiern oder Milchprodukten. Es gibt aber eine Menge weiterer Lebensmittel, die sehr gute Eiweissquellen sind.

Sein geballtes Protein-Know-how gibt Yann Sommer als leidenschaftlicher Hobbykoch auch mit einem eigenen Rezeptbuch weiter. Dabei spielt Gemüse eine besonders grosse Rolle. Yann Sommer liebt es, selbst zu kochen und gern auch mal etwas Neues auszuprobieren. Jedes seiner kreativen, gemüsereichen Rezepte spiegelt seine Leidenschaft für alles Frische und Gesunde wider: Darf es als Kickstart ein grüner Smoothie und als Trainings-Digestif ein Mandelmilchshake mit bunten Beeren sein? Die Fischfilets mit Blumenkohlcreme sind ein leichtes Lunchgericht; abends gibt es ein buntes Ratatouille mit gebratenen Spargelspitzen als Topping. Inspirieren lässt sich Yann Sommer von der internationalen Küche – von dänischem Joghurt bis zur mediterranen Pastavielfalt – all das gehört auf seinen Speiseplan. Beim Selberkochen kann man ausserdem viel einfacher sicherstellen, dass alle Zutaten frisch sind und man auch weiss, woher sie kommen. Also besser auf dem Wochenmarkt einkaufen, regional geniessen und sich einfach mal inspirieren lassen.

Für den Fussballprofi ist Ernährung auch Einstellungssache. Um die negativen Auswirkungen der traditionellen Fleischindustrie zu reduzieren, unterstützt er den Verzehr von pflanzenbasierten Alternativprodukten. Denn die Art und Weise, wie Fleisch wahrgenommen und konsumiert wird, ist ihm sehr wichtig. Als prominenter Botschafter will er den Wechsel vom Verzehr tierischer hin zu mehr pflanzlicher Proteine anregen. An Proteinen mangelt es dabei keinem Sportler. Denn auch Produkte, die komplett auf pflanzlicher Basis und natürlichen Zutaten hergestellt werden, liefern gesunde Proteine und Ballaststoffe. Auch pflanzliche Eiweissquellen wie Hülsenfrüchte oder Tofu haben es in sich. Zudem sind sie oftmals fettarm und Lieferant weiterer wertvoller Nährstoffe.

Nicht umsonst bedeutet Protein dem griechischen Wortstamm nach "Protos": das Erste. Mit proteinreichen Speisen liegt man also – insbesondere als Sportler – immer richtig.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.