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4. Mär 2025

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Gesundheit

Intimhygiene: Echt sauber, Mann!

Journalist: Chan Sidki-Lundius

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Foto: cottonbro/pexels

Die tägliche Intimreinigung ist nicht nur Grundlage für einen angenehmen frischen Auftritt, sondern auch eine effektive Infektionsprophylaxe.

Untenrum sauber zu sein und gut zu riechen, ist nicht nur für den Mann selbst angenehm, sondern auch für seine Partnerin beziehungsweise den Partner. Gründliche Intimhygiene bedeutet aber noch mehr als das. Denn Männer, die ihren Intimbereich hygienisch halten, machen es Krankheitserregern und unangenehmen Gerüchen schwer. Das Smegma sorgt besonders häufig für Infektionen. Die weißliche Substanz setzt sich unter der Penisvorhaut ab. Die Region sollte daher beim täglichen Waschprogrogramm im Mittelpunkt stehen. Am besten wird der Penis unter der Dusche mit lauwarmem Wasser gereinigt, dabei die Vorhaut so weit es geht zurückziehen. Auch der Po gehört zur Intimzone! Wer Wachlotionen nutzen möchte, sollte darauf achten, dass diese nicht zu stark parfümiert und möglichst ph-neutral sind – oder zumindest einen niedrigen ph-Wert haben. Nach der Reinigung gründlich und vorsichtig abtrocknen, denn Bakterien lieben ein feuchtwarmes Klima.

 

Wildwuchs, nein danke

Eine schöne glatte Haut im Intimbereich ist vielen Männern wichtig. Wenn diese ihre Schamhaare rasieren, kann das hygienische Gründe haben. Viele Männer lieben auch einfach das Gefühl des Nacktseins untenrum. Andere rasieren sich aus ästhetischen Gründen, weil ihr Penis und der Hoden dann größer erscheinen oder weil es der Partnerin/dem Partner gefällt und eventuell mehr Lust bereitet.

Ob Dreieck, Landebahn oder Freestyle: Zum Styling des Schambereichs ziehen die meisten Männer Nassrasierer und Elektrotrimmer Enthaarungscremes, Epilierern oder Wachsbehandlungen (Waxing) vor. In jedem Fall erfordert die Intimrasur Sorgfalt, um Verletzungen vorzubeugen. Vor der Prozedur duschen und gut abtrocknen. Für die Nassrasur sind scharfe Klingen Pflicht, ebenso wie ein Rasiergel oder Rasierschaum, die die Haare weich machen. Zum Vermeiden von Rötungen und Pickeln (Rasurbrand) ist mit möglichst leichten sanften Strichen in Haarwuchsrichtung zu rasieren – bei den meisten Männern also von oben nach unten. Wenn rund um die Hoden rasiert wird, kann ein Spiegel hilfreich sein. Um die Haut nach der Rasur geschmeidig zu halten und Rasurbrand gar nicht erst entstehen zu lassen, sollte die rasierte Haut umgehend mit kaltem Wasser abgespült werden. Das schließt die Poren und verhindert obendrein, dass sich Keime einnisten. Nach dem Abtrocknen sind milde Pflegeprodukte ohne Zusatz von reizenden Inhaltsstoffen empfehlenswert.

Grundsätzlich macht es Sinn, den Intimbereich lieber abends als morgens zu rasieren. Der Grund: Wer nach der Rasur ins Bett geht, riskiert weniger Reibung auf der frisch rasierten Haut – und damit weniger Reizung. Zwischen den einzelnen Intimrasuren sollten einige Tage liegen, damit sich die empfindliche Haut beruhigen und regenerieren kann. Und wie steht es um Risiken und Nebenwirkungen der Intimrasur? Es kann vorkommen, dass nachwachsendes Haar seinen Austrittskanal nicht findet und in die Haut einwächst. Dies kann Infektionen und andere Probleme zur Folge haben. Bei entsprechenden Symptomen ist der Hautarzt aufzusuchen.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.