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2. Okt 2023

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Gesundheit

Kindersitzberatung: Wissenswertes vor dem Kindersitzkauf

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse

3 Fragen an Sarah Behrendt

Worauf kommt es beim Kindersitz an?

Es ist wichtig, dass ein Sitz bequem ist und bei einem Unfall schützt. Wir empfehlen, nicht blind den Testsieger zu kaufen, da die Babyschale oder der Sitz zum Kind und – wichtig – in das Auto passen muss. Bei einer Beratung legen wir Wert darauf, Eltern die Einstellungen und den Einbau der Sitze zu erklären, damit sie im Umgang mit dem Sitz sicher sind.

Wann sollten Eltern einen Sitz kaufen?

Die Babyschale erst nach der Geburt zu kaufen, hat Vorteile, allen voran, dass der Sitz passt, nicht zu steil im Auto steht und sich das Baby wohlfühlt. Auch ältere Kinder sollten immer in mehreren Sitzen probesitzen, da Passformen und Proportionen sehr unterschiedlich sind.

Muss es immer Neuware sein?

Ein Gebrauchtkauf birgt Risiken, Unfallsitze sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Wichtig ist außerdem, die empfohlene Nutzungsdauer (ca. 5-8 Jahre) zu prüfen, da Materialien ermüden und ein poröser Sitz bei einem Unfall nicht mehr schützen kann.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Weit verbreitet, aber oft übersehen: Postpartale Depression – mit Dr. Christiane Sommer, Medical Lead Alzheimer-Erkrankung und Postpartale Depression bei Biogen

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Dr. Christiane Sommer, Medical Lead Alzheimer-Erkrankung und Postpartale Depression bei Biogen

Niedergeschlagenheit, Angst, starke Überforderung oder Schwierigkeiten, eine Bindung zum Kind aufzubauen: Etwa jede siebte Mutter in Deutschland ist von einer Postpartalen Depression (PPD) betroffen.

Jährlich erkranken rund 85.000 Frauen daran. Dabei geht es nicht um den sogenannten Babyblues, der viele Frauen in den ersten Tagen nach der Geburt betrifft und meist nach ein bis zwei Wochen wieder abklingt. Eine PPD ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Die Symptome können bereits während der Schwangerschaft auftreten oder sich erst nach der Entbindung entwickeln. Sie können über Monate, in manchen Fällen sogar über Jahre andauern und das Leben der Betroffenen sowie ihrer Familien erheblich beeinträchtigen.

Trotzdem bleibt die Erkrankung häufig unsichtbar und ist noch immer tabuisiert. Aus Scham oder Angst vor Verurteilung sprechen viele nicht darüber. „Eine Postpartale Depression bleibt oft unerkannt – nicht, weil sie selten ist, sondern weil zu wenig darüber gesprochen wird. Viele Frauen wissen nicht, dass das, was sie fühlen, eine Erkrankung ist – und dass es Hilfe gibt“, betont Dr. Christiane Sommer, Medical Lead Alzheimer-Erkrankung und Postpartale Depression bei Biogen. Umso wichtiger ist es, Bewusstsein zu schaffen, Vorurteile abzubauen und den Zugang zu Unterstützung zu stärken. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, da die Erkrankung behandelbar ist und unterschiedliche therapeutische Ansätze existieren. Keine Mutter sollte mit einer PPD allein bleiben.

Eine Postpartale Depression bleibt oft unerkannt – nicht, weil sie selten ist, sondern weil zu wenig darüber gesprochen wird.