Ein Portrait von Gabriele Regina Overwienung

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13. Mär 2024

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Gesundheit

Lotsen in der Selbstmedikation – Ein Beitrag von Gabriele Regina Overwienung

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Foto: Presse

„Zu Risiken und Nebenwirkungen… fragen Sie in Ihrer Apotheke“. Diesen Satz hat jeder schon gehört oder gelesen. In Wirklichkeit ist er länger und wurde zudem Anfang des Jahres leicht umformuliert. Dieser Hinweis ist Pflicht bei jeder Werbung für ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament, zum Beispiel bei einer Fernsehwerbung. Im Kern ist seine Aussage gleichgeblieben: Apothekerinnen und Apotheker sorgen dafür, Patientinnen und Patienten auch in der Selbstmedikation sicher mit Arzneimitteln zu versorgen.

Vermutlich weiß jeder Bundesbürger, dass es verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente gibt. Aber woher kommt diese Unterscheidung? Rezeptfrei bedeutet nicht harmlos! Auch rezeptfreie Medikamente haben Nebenwirkungen oder können Wechselwirkungen eingehen. Ob ein Medikament rezeptfrei ist oder verschreibungspflichtig, entscheidet unter anderem ein Sachverständigenausschuss. Wichtige Kriterien sind neben der Verträglichkeit die notwendige Diagnosestellung und eine ärztlich erforderliche Therapieüberwachung. Rezeptfreie Medikamente sind langjährig erprobt, sodass deren Risiken relativ gut einzuordnen sind, wenn Apothekerinnen und Apotheker entsprechende verbindliche Hinweise an ihre Patientinnen und Patienten geben. Anders formuliert: Dass man rezeptfreie Medikamente nicht an Tankstellen kaufen kann, sondern nur in der Apotheke, ist gelebter Patientenschutz.

Den Apotheken vor Ort kommt auch eine wichtige Aufgabe bei der Selbstmedikation zu: Sie informieren und beraten Patientinnen und Patienten individuell. Dazu gehört auch das Abraten, also der Hinweis, dass ein Präparat individuell nicht empfehlenswert ist. Zu jedem Medikament kennen die Apothekenteams zudem die Grenzen der Selbstmedikation. Beispiel Husten: Wer erkältet ist, hustet meist auch. Das ist erst einmal harmlos, und gegen den Husten gibt es verschiedene rezeptfreie Hustenmittel. Aber wenn der Husten länger anhält, raten Apothekerinnen und Apotheker dazu, es ärztlich abklären zu lassen. So können Komplikationen erkannt und langfristige gesundheitliche Schäden vermieden werden. Die Apothekenpflicht der Medikamente dient also dem Schutz des Einzelnen. Die Apotheken bieten bundesweit ein wohnortnahes und niedrigschwelliges Sicherheitsnetz. Durch den apothekerlichen Nacht- und Notdienst gewähren sie das sogar an 24 Stunden an jedem einzelnen Tag.

Nebenwirkungen sind nicht das einzige Risiko in der Selbstmedikation. Wer verschreibungspflichtige Medikamente ärztlich verordnet bekommt, sollte seine ergänzende Selbstmedikation mit seiner Apothekerin oder seinem Apotheker besprechen. Denn selbst vermeintlich harmlose rezeptfreie Präparate wie zum Beispiel Magnesiumtabletten können erstaunlich viele Wechselwirkungen verursachen. Auch das haben Apothekenteams im Blick.

Im Fernsehen und anderen Medien dürfen Hersteller für ihre rezeptfreien Medikamente werben. Jeder Mensch hat das Recht, selbst darüber zu entscheiden, ob er Medikamente einnimmt und wenn ja, welche. Aber Werbung ist keine unabhängige Information! Staatlicher Auftrag und intrinsisches Interesse von Apothekerinnen und Apothekern ist es, ihre Patientinnen und Patienten sicher und unabhängig zu versorgen. Die Packungsbeilagen, die für jedes Arzneimittel gesetzlich vorgeschrieben sind, sind oft schwer zu lesen und überfordern etliche Patientinnen und Patienten. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten individuell und verbessern das Wissen der Menschen über die eigene Gesundheit. Apothekerinnen und Apotheker sind die Lotsen in der Arzneimittelanwendung.

18. Mär 2026

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Gesundheit

Ungewollt kinderlos

Für viele Paare gehört der Wunsch nach einem eigenen Kind fest zum Lebensplan. Doch bei rund 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland bleibt dieser Wunsch unerfüllt¹. Damit beginnt für viele nicht nur ein körperlich, sondern auch emotional herausfordernder Weg. Untersuchungen, Behandlungszyklen, hormonelle Messwerte, Wartezeiten – der Gedanke an ein Baby bestimmt den Alltag. Das eigentliche Leben gerät dabei oft in eine Warteschleife. Urlaube lassen sich kaum planen; der nächste Karriereschritt? Scheint mit einer kommenden Schwangerschaft nur schwer vereinbar. Auch die finanzielle Seite ist belastend. Wiederholte Fruchtbarkeitsbehandlungen bedeuten erhebliche Kosten. Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. In dieser schwierigen Situation spielt begleitende psychotherapeutische Unterstützung eine zentrale Rolle. Wenn man sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Ratlosigkeit und tiefer Trauer nach der nächsten Fehlgeburt irgendwann fragt: Bin ich genug, auch ohne Kind? Was erfüllt mein Leben, auch wenn ich keine Mutter bin? >Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. Die Ursachen dafür, warum eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt, können komplex sein und sind nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher suchen viele Paare ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik nach Wegen, um die Voraussetzungen für eine Empfängnis ganzheitlich zu fördern, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Naturheilkundliche Ansätze können dabei wertvolle Impulse geben. So kann Akupunktur im Rahmen einer IVF (In-vitro-Fertilisation) den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, in dem sie bei Männern die Spermienqualität verbessert und bei Frauen die Funktion der Eierstöcke unterstützt. Ganzheitliche Therapiekonzept verbinden unterschiedlichste Behandlungen um körpereigene Prozesse zu harmonisieren, von der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über Mikronährstoff- und Ordnungstherapien bis hin zu therapeutischen Massagen. Ebenso können Achtsamkeitstraining, Yoga oder Entspannungsverfahren helfen, Druck abzubauen und das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren. Wenn IVF dann sprichwörtlich gefruchtet hat, wird das Wunder des entstehenden Lebens erst richtig bewusst. Ein unerfüllter Kinderwunsch bleibt eine vielschichtige Herausforderung, die medizinische, emotionale und soziale Aspekte gleichermaßen berührt. Unterstützungsangebote können Paare entlasten und ihnen helfen, den Weg durch Diagnostik und Behandlung selbstfürsorglicher zu gestalten. Letztlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu erkennen – und liebevoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehört die Offenheit für das, was möglich ist, aber auch die Akzeptanz für das, was nicht. ¹ Quelle: Deutsches IVF-Register (Jahresbericht 2024)

29. Jan 2026

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Gesundheit

Ayurveda – Personalisierte Prävention – mit Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences

![naturhotel_chesa_valisa_dr.dinu_spa_lächeln_gerader_blick_nah_holzwand Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/naturhotel_chesa_valisa_dr_dinu_spa_laecheln_gerader_blick_nah_holzwand_Online_006187468b.jpg) ``` Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences ``` **Was verrät die Konstitutionsbestimmung?** Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen. Sie gibt Aufschluss über körperliche und mentale Stärken und Schwächen sowie über typische Reaktionen auf Stress, Ernährung und Lebensweise. Auf dieser Grundlage wählen Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Heilungsansatz individuell – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die persönlichen Eigenschaften der behandelten Person. **Warum ist es wichtig zu wissen, welchem Dosha-Typ man angehört?** Dieses Wissen ist die Grundlage jeder ayurvedischen Empfehlung. Nur so können Ernährung, Tagesrhythmus, Anwendungen und Lebensstil wirklich individuell abgestimmt werden – für Balance, Gesundheit und inneren Frieden. **Wie fühlen Sie die Beschwerden der Behandelten?** Ich spüre mit den Händen, sehe mit den Augen – aber vor allem höre ich zu. Durch Pulsdiagnose, Gespräch und Beobachtung erfasse ich nicht nur Symptome, sondern erkenne auch die tieferen Zusammenhänge. >Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen