Diesen Artikel teilen:

3. Apr 2021

|

Gesellschaft

Mi Teleférico – meine Seilbahn!

Journalist: Katja Deutsch

Wenn andere Verkehrsmittel an ihre Grenzen stoßen, Stau auf der Tagesordnung steht und ein pünktliches Ankommen für die Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs Seltenheitswert hat, dann sind neue Ideen gefragt. Denn eine funktionierende Mobilität ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Menschen, die sich in einer Stadt bewegen.

Um genau solche Herausforderungen zu lösen, hat die bolivianische Regierung im Jahre 2012 den Weltmarktführer im Seilbahnbau, das österreichische Unternehmen Doppelmayr, mit dem Bau eines urbanen Seilbahnnetzes beauftragt. Nur zwei Jahre später gingen die ersten drei Linien bereits in Betrieb. Mittlerweile sind es zehn Linien, die auf einer Gesamtlänge von über 30 Kilometern täglich 300.000 Menschen transportieren – und ihnen neben schnellen Verbindungen zur Arbeit, zur Schule oder in die Freizeit auch einen außergewöhnlichen Blick über die Anden-Stadt La Paz bieten. Und nicht nur über Dächer und Straßen: Wer noch etwas weiter blickt, kann im Hintergrund den schneebedeckten, beinahe 6.500 Meter hohen Berg Illimani entdecken. 

Täglich schweben Einwohner, Pendler und Besucher in komfortablen Kabinen durch die Stadt. Ob alt, ob jung, mit Rollstuhl, Fahrrad oder Kinderwagen – „Mi Teleférico“ ist das Verkehrsmittel für alle. Die Seilbahnen haben sich als äußerst zuverlässiges Verkehrsmittel erwiesen, denn sie fahren ununterbrochen, von früh bis spät, unabhängig von Fahrplänen oder anderen Verkehrsteilnehmern, jedoch perfekt integriert in die städtische Infrastruktur. Zudem sind sie leise und stoßen keinerlei Abgase aus. Bei äußerst geringem Flächenverbrauch punkten sie mit hoher Transportkapazität, großer Zeitersparnis und Kosteneffizienz. All das macht das Seilbahnnetz Mi Teleférico zu einer weltweit bewunderten und in La Paz und El Alto beliebten Verkehrslösung.

Wer sich einen E-Roller zulegen möchte, sollte verschiedene Modelle Probe fahren, um zu sehen, ob das Wunschexemplar zur Körpergröße passt. Foto: Micheile Henderson/unsplash

Schnell und leise: E-Roller

E-Roller sind praktische, rasche und beinahe lautlose Fortbewegungsmöglichkeiten für die Stadt. Sie schaffen bis zu 45 km/h und erfordern zur Benutzung den AM-Führerschein, der im Autoführerschein enthalten ist bzw. sich ab 15 oder 16 Jahren erwerben lässt. Die strombetriebenen Vespi oder Schwalben werden zwischen etwas über 2.000 und 6.500 Euro angeboten, die Reichweiten der einzelnen Hersteller variieren dabei zwischen 30 und 100 Kilometern. Wer sich einen E-Roller zulegen möchte, sollte verschiedene Modelle Probe fahren, um zu sehen, ob das Wunschexemplar zur Körpergröße passt. Kommt man mit beiden Füßen auf den Boden? Oder stoßen die Knie beim Abbiegen an den Lenker? Wichtig ist auch ein Blick auf die Akkus: Sind sie herauszunehmen oder muss man den E-Roller draußen an einer Steckdose aufladen?

Foto: Hunter Harritt/unsplash

Nachhaltigkeit lässt sich messen

Um anhand messbarer Daten und Auswertungen umfassend über Nachhaltigkeitsziele informiert zu werden, greift die Politik auf Nachhaltigkeitsindikatoren zurück.

Diese Indikatoren sollen Informationen zu Umwelt und sozioökonomischen Aktivitäten liefern. Beschreibende Indikatoren (Was ist passiert?), Leistungsindikatoren (Wie erreichen wir dieses Ziel?) Effizienzindikatoren (Verbessern wir uns?), Indikatoren für die Wirksamkeit (funktionieren diese Maßnahmen?), und Gesamtwohlfahrtsindikatoren (Geht es uns im Allgemeinen jetzt besser?) werden dabei anhand Untersuchungen und Studien präsentiert, um Anstrengungen und Hebel zur Verbesserung der Nachhaltigkeit überprüfen zu können. Die UN-Kommission für nach-haltige Entwicklung hat dabei sogar 140 Indikatoren veröffentlicht, die ökologische, soziale, wirtschaftliche und institutionelle Aspekte der nachhaltigen Entwicklung untersuchen. Anhand bestimmter Formeln lassen sich Aktivität und Auswirkung auf vergleichbarer Ebene betrachten und auswerten. 

Foto: R Architecture/unsplash

Bitte ein smartes, kluges Gebäude

In Zukunft werden sich unsere Häuser und  Gebäude weitaus mehr und besser vernetzen.

Das Ziel eines „Smart Building“ ist jedoch nicht nur ein wenig Technikspielerei, sondern ein auf breiter Ebene geringerer Energieverbrauch, um die Klimaziele erreichen zu können. Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Bauphysik erwarten laut einer Studie aus dem Jahr 2018 ein Einsparpotential bei Neubauten von bis zu 36 Prozent – durch Kombination verschiedener smarter Anwendungen durch Heizungs- und Smart Home-Regelungen.

Während es beim Smart Home um die Vernetzung des privaten Wohnraums geht, der sich zwischen Mensch und der Steuerung von Geräten, Heizung und Licht abspielt, dreht sich im Smart Building alles um die Gebäudeautomation, die per Funkinfrastruktur gesteuert wird. Voraussetzung dafür ist eine Funkinfrastruktur, die in der Lage ist, verschiedene Standards und Protokolle zu empfangen und auch weiterzuleiten. Die gemessenen Werte werden in Echtzeit an eine Plattform übermittelt und in einer Cloud gespeichert. Damit lassen sich Verbrauch und Kosten analysieren und gezielter planen. Schnitt-stellen ermöglichen zudem die Integration von Ressourcenplanungssystemen wie ERP, um einen geordneten Überblick auf nur einer einzigen Platt-form, dem hauseigenen Dashboard, zu erhalten. Bei einem Smart Building lassen sich natürlich auch die Wartungsarbeiten für Heizungsanlagen, Aufzüge, Schließsysteme, Lüftungsanlagen und Wassersystemen digital planen und steuern. Kurz gesagt: Smart Building bedeutet vernetzt, intelligent und ressourcensparend zu sein.

23. Jun 2026

|

Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!