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28. Mär 2025

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Gesundheit

Ohne Eisen läuft nicht viel

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Nathan Dumlao/unsplash

Wie sich die Bioverfügbarkeit des essenziellen Spurenelements optimieren lässt und wer seinen Eisenstatus besonders im Auge haben sollte.

Das Spurenelement Eisen erfüllt viele wichtige Aufgaben im Körper. Es ist wesentlich an der Blutbildung beteiligt, transportiert den Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben und speichert diesen in den Muskeln. Eisen ist der zentrale Baustein des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin – dem wichtigsten Bestandteil der roten Blutkörperchen – und wichtig für die Stärkung des Immun- und Nervensystems.

Da der menschliche Körper Eisen nicht selbst bilden kann, muss es über die tägliche Nahrung aufgenommen werden. Rund 11 Milligramm beträgt die tägliche Empfehlung für Männer, für Frauen sind es 16 – in der Schwangerschaft sogar fast das doppelte (30mg). Eine starke Menstruation, intensiver Sport sowie eine vegetarische oder vegane Ernährung können ebenfalls zu einem erhöhten Eisenbedarf führen. Auch Senioren müssen auf ihren Eisenstatus achten, da der Darm im Alter Nährstoffe nicht mehr so gut aufnehmen kann. Symptome für Eisenmangel sind eine erhöhte Infekt¬anfälligkeit, Schlaf- oder Appetitlosigkeit, trockene Haut sowie brüchige Haare oder Nägel. Eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel sollten nur bei erwiesenem Mangel und nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Da der menschliche Körper Eisen nicht selbst bilden kann, muss es über die tägliche Nahrung aufgenommen werden.

Gute Eisenlieferanten sind rotes Muskelfleisch, Leber, Hülsenfrüchte, Nüsse, Spinat, Mangold, Zwiebeln und Petersilie. Zweiwertiges Eisen aus tierischen Lebensmitteln kann vom menschlichen Körper besser aufgenommen und verwertet werden als pflanzliches Eisen. Durch die richtige Kombination von Lebensmitteln lässt sich die Eisenaufnahme im Körper allerdings vervielfachen: So verbessert die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C die Eisenaufnahme beispielsweise deutlich. Eisenhemmer wie Koffein, Milchprodukte, Phytinsäuren in Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide und Oxalate in Spinat dagegen sollten mit mindestens 30-minütigem Abstand verzehrt werden. Auch einige Medikamente können die Aufnahme von Eisen im Darm behindern.

Durch die richtige Kombination von Lebensmitteln lässt sich die Eisenaufnahme im Körper allerdings vervielfachen: So verbessert die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C die Eisenaufnahme beispielsweise deutlich.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.