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16. Mär 2023

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Gesundheit

Outdoor-Sport mit Kindern

Journalist: Julia Butz

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Foto: Morgan David de Lossy/unsplash

Was gibt es Schöneres, als sich gemeinsam mit der Familie auszupowern? Diese Erwachsenen-Sportarten machen auch Kindern Spaß.

Schon 20 Minuten in der Natur verbessern die Laune: Vitamin D tanken, Stress abbauen, Immunsystem stärken. Und los geht’s:

Gute Schuhe und eine angenehme Strecke, mehr braucht es nicht für die Klassiker der einfachen Sportarten – Joggen und Wandern. Gemeinsam mit den Eltern können Kinder ab 5 Jahren joggen, eine Strecke von maximal 1,5 km ist für die Kleinen genug. Ab 8 Jahren dürfen es auch etwas größere Distanzen sein. Der Spaß soll natürlich immer im Vordergrund zu stehen. „Laufen ohne Schnaufen“ gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Gar nicht langweilig ist der Wanderausflug mit der Familie, wenn er zum Geländelauf und Hindernisparcours wird, indem Baumstämme überklettert, ein Bach übersprungen oder Berghänge erklommen werden müssen. Oder bei der modernen Form der Schatzsuche mittels GPS-Daten „Geocaches“ gefunden werden müssen – kleine Schätze, die in Baumhöhlen, unter Büschen oder anderswo versteckt sind und meist ein Logbuch oder Gegenstände zum Tauschen enthalten.

Gemeinsam um den See skaten oder ab auf die Rollschuhbahn. Beim Inlinefahren kommen alle in Schwung! Die Funsportart trainiert Gleichgewichtssinn, Körperbeherrschung und Kondition gleichermaßen. Bevor es richtig losgeht, sollten Kinder ab 6 Jahren die Grundtechniken des Fahrens, Bremsens und auch des richtigen Fallens erlernen – Helm und Protektoren sind dabei immer mit von der Partie.

Vorhand, Rückhand, Volley, Aufschlag: Der Klassiker unter den Rückschlagsportarten ist Tennis. Empfohlen für Kinder ab 5 bis 7 Jahren ist Tennis ein Sport, bei dem sich bei Anfängern und Fortgeschrittenen schnell Erfolgserlebnisse einstellen. Bevor es auf den Platz geht, genügen auch ein Softball und das Garagentor zum Üben. Um Schnelligkeit, Koordination und Reaktionsvermögen geht es auch beim Tischtennis. Häufig sind in Parks oder Spielplätzen Tischtennisplatten zur kostenlosen Nutzung zu finden. Kinder ab 8 Jahren können sich an unterschiedlichen Schlagtechniken ausprobieren. Und beim Rundlauf kommen auch die Eltern ins Schwitzen.

Kinder springen Seil, Erwachsene hüpfen beim Rope Skipping. Seilspringen eignet sich für Kinder ab 5 Jahren. Das Springen mit verschiedenen Seilen und Sprungarten sorgt für Kraft in den Beinen, das Herz-Kreislauf-System wird angeregt und die Erwachsenen verbrennen eine Menge Kalorien. Unkompliziert, auch für die Kleinsten sind Federballspiele – ohne Schläger. Der kleine Federball fliegt durch die Federn immer weit und weich, auch wenn noch nicht so viel Schwung in den Armen da ist. Werfen und Zielen werden so trotzdem schon trainiert.

Nun aber zur Entspannung: Yoga steigert auch bei Kindern das seelische, geistige und körperliche Wohlbefinden. Und das mal ohne Wettkampfgedanken: Spezielle Übungsformen, auf jede Altersstufe abgestimmt, sind ein guter Ausgleich zum Schulalltag und entspannende Ergänzung zu anderen Sportarten. Von der ausgerollten Yoga-Matte in die Bäume und auf vorbeiziehende Wolkenformationen zu blicken und das intensive Wahrnehmen von Natur und Jahreszeit unterstützen die innere Ausgeglichenheit.

Natürlich lassen sich viele Outdoor-Sportarten auch im Herbst und Winter verfolgen. Mit der richtigen Kleidung gibt es keine Ausreden mehr!         

Fakten: Bewegung ist für die gesunde Entwicklung von Kindern von großer Bedeutung. Experten empfehlen für Heranwachsende mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität mittlerer Intensität pro Tag. Der Fokus sollte aber immer auf dem Spaß an der Bewegung liegen und diese auch ohne elterlichen Zwang gern ausgeübt werden. 

                                                       

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.