Diesen Artikel teilen:

30. Dez 2024

|

Gesundheit

Schönheit in den Sozialen Medien – mit Lisa-Marie Schiffner

|

Foto: Presse

Wir alle werden durch die Schönheitsideale in den Sozialen Medien stark beeinflusst. Doch wie geht man als Influencerin damit um? Lisa-Marie Schiffner zählt zu den einflussreichsten und bekanntesten Influencer*innen Österreichs. Sie postet Ihren Alltag bereits seit sie 12 Jahre alt ist auf Ihren Social Media Kanälen.

Wie stehen Sie zu den – häufig unrealistischen – Schönheitsidealen in den Sozialen Medien? Gerade als Teenager war es nicht immer einfach, vor allem weil ich selbst mit Mobbing zu kämpfen hatte. Ich musste mir klarwerden, dass ich mich nicht an den vermeintlichen Idealen messen muss. Ich habe gelernt, meine innere Stärke zu schätzen, was mir geholfen hat, den Druck, den diese Schönheitsideale auslösen, zu überwinden.

Sie zeigen sich auch ungeschminkt und sprechen offen über Probleme mit unreiner Haut. Wie geht es Ihnen damit? Ich glaube, es ist wichtig, das "bigger picture" zu sehen. Es geht dabei nicht nur um mich! Das Wissen, dass man mit diesen Themen nicht allein ist, hilft sowohl mir als auch meiner Community enorm. Dafür lohnt es sich, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich verletzlich zu zeigen – denn am Ende kann es anderen Mut machen.

Hat sich Ihr Selbstbild durch die mediale Aufmerksamkeit verändert? Ja, und zwar positiv. Über die Jahre habe ich immer mehr zu mir selbst gefunden. Auch gesellschaftlich hat sich einiges verändert – der Trend, alles durch starke Filter zu perfektionieren, ist deutlich zurückgegangen. Für mich steht die Verbindung von Authentizität und Kreativität im Vordergrund.

25. Jun 2026

|

Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.