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16. Mär 2020

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Gesundheit

Wenn der Schmerz nicht gehen will

Journalist: Armin Fuhrer

Chronische Schmerzen sind in Deutschland weit verbreitet. Sie können als Ursache eine Erkrankung haben – aber auch selbst zur Krankheit werden.

Zu den modernen Zivilisationskrankheiten gehören längst auch chronische Schmerzen. Im Gegensatz zu akuten Schmerzen treten sie über einen langen Zeitraum auf, der sich über Jahre erstrecken kann. Während akute Schmerzen eine Funktion haben, nämlich den Körper zu warnen und zu schützen, haben chronische Schmerzen keine solche Signalfunktion. Sie entstehen häufig als Folge einer Krankheit, aber nicht selten hängen sie schließlich gar nicht mehr mit dieser ursprünglichen Krankheit zusammen.

Zwischen zwölf und 15 Millionen Menschen leiden hierzulande an länger andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen. Vier bis fünf Millionen Betroffene gelten als stark beeinträchtigt. Zu den am häufigsten auftretenden Schmerzen gehört die Migräne, von der alleine in Deutschland zwischen neun und 13 Millionen Frauen betroffen sind. Weit verbreitete Beispiele sind auch der Verspannungskopfschmerz oder chronische Rückenschmerzen.

Eine Ursache können chronische Erkrankungen sein, die zu einer Schädigung des Gewebes führen. Dazu gehören unter anderem Rheuma, Arthrose, Krebs oder Diabetes. Eine andere Ursache kann in dem häufig auftretenden Fibromyalgiesyndrom liegen. Diese Krankheit verursacht Schmerzen an unterschiedlichen Körperregionen, vorwiegend in der Nähe von Gelenken und Muskeln. In den meisten Fällen ist zudem die Wirbelsäule betroffen. Frauen erkranken an der Fibromyalgie sechs bis sieben Mal häufiger als Männer. Die genauen Ursachen für diese Erkrankung sind unbekannt. Bestimmte Faktoren können aber das Risiko einer solchen Erkrankung erhöhen. Dazu gehören beruflicher und privater Stress, andere psychische Belastungen, eine zu geringe körperliche Aktivität, Rauchen oder Übergewicht. 

Neben der Migräne und der Fibromyalgie tritt besonders bei Frauen auch das Problem von Unterleibsschmerzen als Ziehen oder als krampfartige Schmerzen auf. Oftmals handelt es sich dabei um Regelschmerzen, die bei den Betroffenen vor und während der Periode auftreten. Bei diesen Schmerzen handelt es sich im Normalfall nicht um eine Krankheit. Bei manchen Frauen treten auch die sogenannten Mittelschmerzen auf, die den Eisprung anzeigen. Treten sie regelmäßig auf, ist es ratsam, sich ärztlich untersuchen zu lassen, denn hinter solchen Beschwerden können auch Erkrankungen der Geschlechtsorgane stecken. Allerdings sind Unterleibsschmerzen nicht wie oft angenommen eine typische Frauenkrankheit, sie treten auch häufig bei Männern auf. 

Chronische Schmerzen können unter anderem auch entstehen, wenn die Schmerz-Rezeptoren wegen einer Grund-Erkrankung dauerhaft gereizt sind. Sie leiten die Schmerz-Meldung an das Gehirn weiter. Wenn aber ein Schmerz-Rezeptor ständig gereizt wird, meldet er schließlich jeden Reiz als Schmerz. Zudem können chronische Schmerzen entstehen, wenn sich akute Schmerzen häufig wiederholen, denn der Körper speichert die Schmerzerfahrung. Die Folge: Er entwickelt ein Schmerzgedächtnis, das quasi von sich aus für Schmerzen sorgt. Der Schmerz selbst wird auf diese Weise zu einer Krankheit.

Da chronische Schmerzen eine komplexe Erkrankung darstellen, versuchen Ärzte eine Heilung oder Linderung häufig mit einer ganzheitlichen Therapie, die der jeweiligen Schmerzform angepasst ist.

18. Mär 2026

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Gesundheit

Ungewollt kinderlos

Für viele Paare gehört der Wunsch nach einem eigenen Kind fest zum Lebensplan. Doch bei rund 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland bleibt dieser Wunsch unerfüllt¹. Damit beginnt für viele nicht nur ein körperlich, sondern auch emotional herausfordernder Weg. Untersuchungen, Behandlungszyklen, hormonelle Messwerte, Wartezeiten – der Gedanke an ein Baby bestimmt den Alltag. Das eigentliche Leben gerät dabei oft in eine Warteschleife. Urlaube lassen sich kaum planen; der nächste Karriereschritt? Scheint mit einer kommenden Schwangerschaft nur schwer vereinbar. Auch die finanzielle Seite ist belastend. Wiederholte Fruchtbarkeitsbehandlungen bedeuten erhebliche Kosten. Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. In dieser schwierigen Situation spielt begleitende psychotherapeutische Unterstützung eine zentrale Rolle. Wenn man sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Ratlosigkeit und tiefer Trauer nach der nächsten Fehlgeburt irgendwann fragt: Bin ich genug, auch ohne Kind? Was erfüllt mein Leben, auch wenn ich keine Mutter bin? >Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. Die Ursachen dafür, warum eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt, können komplex sein und sind nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher suchen viele Paare ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik nach Wegen, um die Voraussetzungen für eine Empfängnis ganzheitlich zu fördern, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Naturheilkundliche Ansätze können dabei wertvolle Impulse geben. So kann Akupunktur im Rahmen einer IVF (In-vitro-Fertilisation) den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, in dem sie bei Männern die Spermienqualität verbessert und bei Frauen die Funktion der Eierstöcke unterstützt. Ganzheitliche Therapiekonzept verbinden unterschiedlichste Behandlungen um körpereigene Prozesse zu harmonisieren, von der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über Mikronährstoff- und Ordnungstherapien bis hin zu therapeutischen Massagen. Ebenso können Achtsamkeitstraining, Yoga oder Entspannungsverfahren helfen, Druck abzubauen und das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren. Wenn IVF dann sprichwörtlich gefruchtet hat, wird das Wunder des entstehenden Lebens erst richtig bewusst. Ein unerfüllter Kinderwunsch bleibt eine vielschichtige Herausforderung, die medizinische, emotionale und soziale Aspekte gleichermaßen berührt. Unterstützungsangebote können Paare entlasten und ihnen helfen, den Weg durch Diagnostik und Behandlung selbstfürsorglicher zu gestalten. Letztlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu erkennen – und liebevoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehört die Offenheit für das, was möglich ist, aber auch die Akzeptanz für das, was nicht. ¹ Quelle: Deutsches IVF-Register (Jahresbericht 2024)

29. Jan 2026

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Gesundheit

Ayurveda – Personalisierte Prävention – mit Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences

![naturhotel_chesa_valisa_dr.dinu_spa_lächeln_gerader_blick_nah_holzwand Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/naturhotel_chesa_valisa_dr_dinu_spa_laecheln_gerader_blick_nah_holzwand_Online_006187468b.jpg) ``` Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences ``` **Was verrät die Konstitutionsbestimmung?** Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen. Sie gibt Aufschluss über körperliche und mentale Stärken und Schwächen sowie über typische Reaktionen auf Stress, Ernährung und Lebensweise. Auf dieser Grundlage wählen Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Heilungsansatz individuell – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die persönlichen Eigenschaften der behandelten Person. **Warum ist es wichtig zu wissen, welchem Dosha-Typ man angehört?** Dieses Wissen ist die Grundlage jeder ayurvedischen Empfehlung. Nur so können Ernährung, Tagesrhythmus, Anwendungen und Lebensstil wirklich individuell abgestimmt werden – für Balance, Gesundheit und inneren Frieden. **Wie fühlen Sie die Beschwerden der Behandelten?** Ich spüre mit den Händen, sehe mit den Augen – aber vor allem höre ich zu. Durch Pulsdiagnose, Gespräch und Beobachtung erfasse ich nicht nur Symptome, sondern erkenne auch die tieferen Zusammenhänge. >Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen