Ein Mann sitzt im Feld und schaut in die Ferne

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13. Mär 2024

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Gesundheit

Wie entsteht Gesundheit?

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Foto: salutogenese

Nicht nur die Entstehung von Krankheiten sollte im Fokus stehen, sondern auch die Ursprünge der Gesundheit.

In Medizin und Forschung wird noch immer hauptsächlich auf Auslöser von Krankheiten geblickt. Genauso wichtig sollte jedoch der Blick auf gesundmachende Faktoren sein. Salutogenese heißt das Konzept, das sich mit ebendiesen gesundmachenden Faktoren beschäftigt, die das Wohlbefinden fördern.

Der Begriff wurde von dem amerikanischen Medizin-Soziologen Aaron Antonovsky in den 1970er- und 1980er-Jahren geprägt, der 1960 nach Israel auswanderte. Ihm fiel zu seiner eigenen Überraschung auf, dass sich Frauen, die das KZ überlebt hatten, trotz Beschwerden im Klimakterium als recht gesund einstuften, während Frauen, die diese traumatische Erfahrung nicht gemacht hatten, sich als weitaus kränker empfanden. Antonovsky veröffentlichte dazu 1979 das Buch „Health, Stress und Coping“. Er geht hier der Frage nach, wie Gesundheit entsteht und wie Menschen trotz Risiken und Stressoren gesund bleiben und sogar ihre eigene Gesundheit fördern können.

Können Menschen auf der Grundlage vieler eigener Widerstandsressourcen positive Lebenserfahrungen machen, entwickeln sie im Laufe von Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenalter eine Orientierung im Leben, die Antonovsky „Kohärenzgefühl“ („Sense of Coherence“) nennt – ein zentraler Begriff in dem Denkmodell der Salutogenese.

Der Medizin-Soziologe identifizierte drei Hauptkomponenten dieses Kohärenzgefühls: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit. Verstehbarkeit („sense of compehensibility“), bezieht sich darauf, inwieweit jemand seine Umgebung, Ereignisse und eigene Erfahrungen als verständlich und vorhersehbar empfindet. Handhabbarkeit („sense of manageability“) bedeutet, ob eine Person davon überzeugt ist, mit den Herausforderungen und Belastungen des Lebens umgehen zu können. Sinnhaftigkeit („sense of meaningfulness“) ist die Fähigkeit, Sinn und Zweck des eigenen Lebens als sinnvoll wahrzunehmen und dafür Energie zu investieren.

Menschen mit einem hohen Gefühl der Kohärenz können ihre Stressoren besser handhaben und die dazu notwendigen Ressourcen auszuwählen, Menschen mit einem niedrigen Kohärenzgefühl dagegen haben Schwierigkeiten, mit Belastungen in ihrem Leben umzugehen. Das Kohärenzgefühl ist anhand eines wissenschaftlichen Fragebogens messbar: Antonovsky und andere Forscher haben dazu Fragebogeninstrumente entwickelt, die in vielen Studien Anwendung fanden. Gesundmachende Faktoren bedingen eine ganzheitliche Herangehensweise, in der sowohl körperliche als auch psychische und soziale Aspekte der Gesundheit berücksichtigt werden. Die Schaffung einer angenehmen und gesunden Umgebung, die Förderung von Selbstbestimmung und Sinnfindung, und die Stärkung sozialer Unterstützungssysteme spielen eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung eines gesundmachenden Lebens.

Man sollte deshalb anstatt von Krankenhäusern von Gesundungshäusern sprechen und den Menschen als Ganzes betrachten und nicht nur seine Symptome. Um seine Gesundheit zu fördern, sollte westliche Schulmedizin genauso wie fernöstliche Medizin zur Anwendung kommen, individuell angepasste, frische Mahlzeiten verabreicht werden, Herzlichkeit und Ruhe anstatt Hektik und Nüchternheit vorherrschen. Denn schon im alten China wurde der Arzt im Dorf gut bezahlt, wenn alle Einwohnenden gesund waren. Bei Krankheiten dagegen verdiente er nichts.

5. Jul 2024

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Gesundheit

Hautpflege im Sommer

## Sommer, Sonne, Sonnenschutz Im Sommer ist unsere Haut hoher UV-Strahlung, Hitze, Schweiss und Meer- oder Chlorwasser ausgesetzt, was zu schnellerem Austrocknen und Irritationen führen kann. Pflegecremes und Lotionen mit Hyaluronsäure helfen nachweislich, den Feuchtigkeitshaushalt zu verbessern. Nach dem Duschen empfiehlt sich ein After Sun Gel, oft mit Aloe Vera, das ebenfalls feuchtigkeitsspendend und hautberuhigend wirkt. Cremes mit Parabenen, Duftstoffen oder Silikonen sollten vermieden werden. Sonnenschutz ist ein Muss – auch bei bewölktem Himmel, da UV-Strahlen die Haut schädigen können. Auch im Schatten sollte Sonnencreme getragen werden, da UV-Strahlen reflektiert werden. Zudem profitieren unsere Füsse im Sommer von regelmässigen Peelings und dem Auftragen von Pflegelotionen mit Urea. ![pexels-karolina-grabowska-5240446.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_karolina_grabowska_5240446_94d8c1376d.jpg) ```Foto: Karolina Kamboopics/pexels``` ## Verjüngungskur aus der Tube Ab 30 Jahren zeigen sich meist die ersten Zeichen der Hautalterung, wie feine Linien auf der Stirn und Fältchen um die Augen. Falten lassen sich ohne operative Eingriffe nicht vollständig beseitigen, doch spezielle Kosmetika und Pflegeprodukte können Alterungsprozesse verlangsamen oder vorbeugen. Einer der besterforschten Anti-Aging-Wirkstoffe ist Retinol, der selbst tiefere Falten mildern kann, indem er die Zellerneuerung anregt und frische Zellen schneller an die Hautoberfläche bringt. Um freie Radikale zu bekämpfen, sind Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C und Niacinamid (Vitamin B3) wirksam. Diese fördern die Regeneration der Hautzellen und schützen vor oxidativem Stress. Zur Erhöhung der Hautspannkraft eignen sich zudem kollagenfördernde Signalstoffe wie Peptide, die den Kollagenaufbau anregen. Besonders effektiv ist ein ausreichender UV-Schutz, da bis zu 80 Prozent aller Falten durch Sonneneinstrahlung verursacht werden. UV-Strahlen führen zu irreversiblen Zellschäden, die Falten und Pigmentflecken verstärken.