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28. Mär 2025

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Lifestyle

Der Swiss Style: Vielfalt, Freiheit und Verantwortung – Ein Beitrag von Prof. Dr. Peter Zec

Das Beste an der Schweiz ist, dass es sie gibt und, dass sie so ist wie sie ist. Als Wahlschweizer bin ich froh, in diesem Land leben zu können. Ich liebe die Landschaft mit ihren zahlreichen Bergen, Tälern und Seen. Wenn ich morgens nach dem Aufwachen über den Luganer See auf den Monte Generoso blicke, dann spüre ich den Geist, der dieses Land so besonders macht. Er ist auf Vielfalt, Freiheit und Verantwortung begründet. Daraus entspringt ein pragmatisches Lebensgefühl, das auf sachliches und praktisches Handeln gerichtet ist. Die grundlegende Voraussetzung für das, was sich als Schweizer Gründergeist herausgestellt hat. Eine auf Freiheit und Verantwortung basierende Kombination aus Eigenschaften und Einstellungen, die das Unternehmertum und die Innovationskultur in der Schweiz prägen und den einzigartigen Swiss Style hervorgebracht haben. Diese Lebensart steht weder für Überfluss noch für Glanz und Gloria, sondern für das Prinzip der Einfachheit und der Suche nach intelligenten Lösungen sowohl für alltägliche als auch für komplexe Probleme. Aus dieser Geisteshaltung und dem damit einhergehenden Lebensgefühl sind in der Schweiz viele exzellente handwerkliche und industrielle Produktionsbetriebe entstanden. Ganz gleich, um welche Produkte es sich handelt, ob um Uhren, Möbel, Werkzeuge oder Geräte für Haushalt und Technik; sie sind alle durch eine einfache und reduzierte Formensprache gekennzeichnet. Diese ist geprägt durch Präzision und Perfektion, die auf die Erfüllung einer praktischen Funktion gerichtet sind. >Best of Switzerland» ist für mich dieses besondere Lebensgefühl basierend auf Vielfalt, Freiheit und Verantwortung, das sich in der besonderen Qualität Schweizer Erzeugnisse und des Lebens in der Schweiz widerspiegelt. Der Künstler und Designer Max Bill hat immer wieder von der «Guten Form» als Gestaltungsprinzip gesprochen. Dieses Prinzip wurde seit den 1920er-Jahren auch in der Schweizer Grafik bis zur Perfektion entwickelt. Mit der Helvetica, der Univers sowie der Frutiger wurden Typografien gestaltet, die weltweit neue Standards im Grafikdesign setzen. Im Rahmen dieses Designs entstehen funktionale, sachliche Gestaltungsraster, wodurch die Klarheit und einfachere Verständlichkeit in der visuellen Kommunikation gefördert wird. Dieses Prinzip wird nicht nur auf Plakaten und bei Produktverpackungen angewandt, sondern es sorgt auch auf den Wegweisern und Schrifttafeln im Schweizer Strassenverkehr für mehr Übersichtlichkeit und bessere Orientierung. Produkte aus der Schweiz geniessen weltweit ein sehr hohes Ansehen und werden in zahlreichen Designwettbewerben mit Auszeichnungen bedacht. Beim Red Dot Design Award zählt die Schweiz mit einer Auszeichnungsquote von durchschnittlich 60 bis 70 Prozent zu den erfolgreichsten Nationen. Regelmässig wird seit vielen Jahren an mindestens zwei Produkte die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs verliehen. Im Jahr 2023 wurden sogar acht Produkte mit der „Best of the Best»-Auszeichnung bedacht. Die Produktpalette der Designauszeichnungen ist genauso vielfältig wie die das Leben in der Schweiz. Sie erstreckt sich über die Bereiche Uhren, Mode, Lifestyle bis hin zu Maschinen, Werkzeugen und medizinischen Geräten. Das Design dieser Produkte ist in der Regel geprägt von Klarheit und Sachlichkeit. Die Qualität ist gekennzeichnet von technischer Präzision und Perfektion in der Fertigung. Die Form dieser Produkte steht für einen Swiss Style, der sich weit darüber hinaus in den gelebten Alltag in der Schweiz erstreckt. «Best of Switzerland» ist für mich dieses besondere Lebensgefühl basierend auf Vielfalt, Freiheit und Verantwortung, das sich in der besonderen Qualität Schweizer Erzeugnisse und des Lebens in der Schweiz widerspiegelt.
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31. Mär 2025

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Wirtschaft

Nachhaltiges Bauen als Gemeinschaftsaufgabe verstehen – Ein Beitrag von Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V.

Wir beschäftigen uns seit 17 Jahren damit, das nachhaltige Bauen in sämtlichen Planungs- und Entscheidungsprozessen zu etablieren. Die Themen, die sich im Laufe der Jahre daraus ergeben haben, sind vielfältig. Einige haben sich bereits verstetigt und sind zum festen Bestandteil einer jeden Planung geworden. Das ist erfreulich und bestärkt unser Tun. Allerdings kommen auch immer neue Themen, mit denen es sich zu beschäftigen gilt, dazu. Das wird von vielen Beteiligten in der Bau- und Immobilienbranche als anstrengend und herausfordernd empfunden und das darf es auch sein. Wir plädieren dafür, die Chancen darin zu sehen, um ins Handeln zu kommen. Gerade in unserer eher trägen Branche tut es doch gut, Impulse wahrzunehmen, Abläufe zu überdenken und offen zu sein für Neues. Die Alternative wäre ein lähmender Stillstand, den wir uns gerade in der heutigen Zeit des allgemeinen Wandels nicht leisten können. Dass ein Umdenken stattfindet, merken wir eigentlich in allen Bereichen unseres Handelns. Der Zulauf in unserem Non-Profit-Verein ist groß, unsere Fort- und Weiterbildungsangebote sind ausgebucht und auch die Projektanmeldungen zur Gebäude- und Quartierszertifizierung haben sich vervielfacht. Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein imageförderndes Beiwerk, sondern wird aus Überzeugung aber auch aus der Erkenntnis heraus angewandt, dass höher, schneller, weiter keine Option mehr darstellen. Die Transformation der Branche im Sinne einer zukunftsfähig-gebauten Umwelt ist in vollem Gange. Das hat zur Folge, dass sich immer mehr Menschen ernsthaft mit Themen wie Ökobilanzierung, Zirkularität, Suffizienz und Bestandserhalt auseinandersetzen, sprechfähig sind und in einen ernst gemeinten Dialog treten. >Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein imageförderndes Beiwerk, sondern wird aus Überzeugung aber auch aus der Erkenntnis heraus angewandt, dass höher, schneller, weiter keine Option mehr darstellen. Die Transformation der Branche im Sinne einer zukunftsfähig-gebauten Umwelt ist in vollem Gange. Was bleibt, ist die Tatsache, dass die Prozesse beim Bauen lang sind. Umso wichtiger ist hier der fach- und gewerkeübergreifende Schulterschluss, um endlich schneller zu werden. Es sind bereits viele Lösungsansätze vorhanden und erprobt, die weitergedacht werden können. Wir plädieren stark dafür, das Rad nicht immer neu zu erfinden, sondern auf vorhandenem Wissen und vielleicht noch wichtiger, auf vorhandenen Erfahrungen aufzubauen um den wachsenden Herausforderungen, verursacht durch Klimawandel, Ressourcenknappheit, Biodiversitäts- und Energiekrise gerecht zu werden. Nachhaltigkeit muss von Anfang an und von allen Beteiligten mitgedacht werden. Hier hilft der integrale Planungsansatz bei dem nicht nur der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes von der Planung über den Bau bis hin zu Betrieb und Rückbau betrachtet werden, sondern auch sämtliche Fachplanerinnen und Fachplaner ab Projektstart an einem Tisch sitzen und auf Augenhöhe kommunizieren. Synergien werden dadurch erkannt und effizient sowie ohne Kostensteigerung umgesetzt. Apropos Kosten: Neben neuen Themen und Erkenntnissen treffen wir auch auf immer neue Zielgruppen. Aktuell ist es der Finanzsektor, der in die Verantwortung rückt, Geldströme zur Förderung nachhaltiger Investitionen zu lenken. Und so schließt sich einmal mehr der Kreis, in dem alle Beteiligten eingebunden werden müssen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen auf der Erde zu garantieren.

28. Mär 2025

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Wirtschaft

Slow Fashion

Die Textilindustrie ist ein grosser Umweltsünder: Neben hohem Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung werden zehn Prozent der weltweit verursachten Treibhausgase durch die Produktion von Kleidung und Schuhen verursacht, ganze 850 Millionen Tonnen. Pro Jahr werden 150 Milliarden Kleidungsstücke produziert, von denen viele nur selten getragen werden – wenn sie nicht gleich ungetragen als Retouren im Müll landen. Dabei bietet die Modeindustrie viel Potenzial für Nachhaltigkeit, welches mittlerweile von einer wachsenden Zahl von Akteuren identifiziert und umgesetzt wird. Angefangen bei einer nachhaltigen und gerechteren Produktion in lokalen, umweltbewussten Fabriken mit schadstoffarmen Produktionsweisen unter fairen Arbeitsbedingungen bis hin zum Verzicht auf erdölhaltige Synthetikfasern zu Gunsten umweltfreundlicher Materialien wie Bio-Baumwolle, Hanf, Leinen oder recycelter Stoffe. Kurze Transportwege und transparente Lieferketten zur Reduzierung des CO₂-Fussabdrucks sind ein weiterer Schritt. Genauso wie ein nachhaltiger Versand mit recycelbaren Verpackungen und ein verantwortungsbewusstes Retourenmanagement. Die Kombination von zeitlosen Designs mit hochwertiger Verarbeitung und Qualität verhilft Kleidung zu längerer Lebensdauer in der schnelllebigen Fashionwelt. Doch auch die Käufer können durch bewusstes Konsumverhalten, Upcycling und Second-Hand-Käufe ihren Part zu nachhaltiger Fashion beisteuern. >Die Kombination von zeitlosen Designs mit hochwertiger Verarbeitung und Qualität verhilft Kleidung zu längerer Lebensdauer in der schnelllebigen Fashionwelt.